Echo Collective - Echo Collective Plays Amnesiac

Ach – so!

Echo Collective: "Echo Collective Plays Amnesiac" (7K! Records/Indigo)

Echo Collective: „Echo Collective Plays Amnesiac“ (7K! Records/Indigo)

Langsam aber sicher wird es unheimlich: Nicht nur, dass das von seiner Zusammenarbeit mit Stars Of The Lid oder auch Jóhann Jóhannsson längst bekannt gewordene Neoklassik-Ensemble jüngst mit Erasure (World Beyond) auf Streife ging. Nein, jetzt zeigen sie anhand ihrer Interpretation von Amnesiac (7K! Records/Indigo), wie sich das bis dato eventuell tiefgründigste Album von Radiohead locker erschließen lässt.

Dass die Wahl nicht auf Kid A fiel, wird vornehmlich nach der Hörerfahrung dieses um Abwege nicht verlegenen Albums deutlich. „Mehr Komplexität, mehr Spuren, mehr Esoterik“, bringt Vorstand Neil Leiter die kollektive Entscheidung auf den Punkt. Man stellte sich der Herausforderung. Und konnte so nur gewinnen. Wenngleich sich nunmehr kaum entscheiden lässt, was – und in welcher Version – anrührender ist. You And Whose Army macht plötzlich einen Unterschied.

Doch geht es – wie schon beim Original – nicht um die Erzeugung von Rührung. Sondern vielmehr um eine Erfassung von Zwischentönen, die sich auf Amnesiac auch mal aufspielen durften – und dürfen, um ihren Reizen eine alerte Anerkennung zu gewähren. Wem indes Amnesiac schon immer etwas zu gewollt erschien, kann sich nun darauf verlassen, dass es aus reiner Aufrichtigkeit geboren wurde. Wer glaubt – wird selig. Wer versteht – beglückt. Und wer sich fürchtet – hat den oft beschworenen Schuss noch nicht vernommen.

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