Nanook Of The North - s/t (Denovali/Soulfood)
Nanook Of The North – s/t (Denovali/Soulfood)

Bei Nanook Of The North (Denovali/Soulfood) handelt es sich zunächst einmal um eine Reminiszenz an den ersten Dokumentarfilm, der auf ein breites Echo stieß. Tausende Filmstudenten können ein Lied davon singen, wie es Robert J. Flaherty 1922 gelang, Skript und Realität quasi erstmals vollständig ineinander aufgehen zu lassen. Die Polen Stefan Wesolowski und Piotr Kaliński erweisen sich auch noch über ein Jahrhundert nach Uraufführung und Siegeszug zutiefst beeindruckt.

Dass ihr gemeinsames Album auf Island eingespielt und in Grönland gemastert wurde, überrascht insofern auch nicht weiter. Doch – wollen wir uns nicht vertun: Nanook Of The North verklärt mitnichten hyperboräisches Naturempfinden (wie dies der besagte Film ja nun einmal auch nicht tat). Sondern dient einen sowohl ambient griffigen als auch konkret greifbaren Sound an, der dazu imstande ist, das alltägliche Durcheinander unserer Zivilisation mit jener scheinbaren Gelassenheit zu meistern, wie dies einst dem Eskimo gelang.

Und mag der Wind noch so eisig wehen, der Erwerb von Nahrung auch noch so schwer fallen: Das eiserne Glitzern rechtfertigt sämtliche Mühen. Belohnt Mühsal. Und eine Trauer, derer sich Stefan und Piotr bei Titeln wie Afernat oder Qulingiluaat gehörig annehmen.

facebook.com/nanookoth

 

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