Interview mit Kyle Morton (Typhoon)

„Nicht zu langweilen, ist meine Lebensmaxime“

Kyle Morton, Typhoon (Stephan Wolf)

Kyle Morton, Typhoon (Stephan Wolf)

Pünktlich zum Abschluss der mehrwöchigen Europa-Tour erweist sich Bandleader Kyle Morton als von einer hartnäckigen Erkältung wieder genesen. Darüber hinaus zieht er ein durchweg positives Fazit der ersten Typhoon-Tour außerhalb der USA und Kanada. Auch wenn er seiner Frau versprochen habe, nie wieder so lange von Zuhause fort zu bleiben, wären er und sein insgesamt siebenköpfiges Ensemble einer weiteren Gastspielreise in hiesigen Gefilden nicht abgeneigt, – zumal ihr aktuelles Album Offerings insbesondere hierzulande kürzlich einen wahren Sturm der Begeisterung entfachen konnte. Wir trafen den Mastermind kurz vor einem begeisternden Gig im Kölner Arttheater.

amusio: „Hi Kyle, mit dem heutigen Konzert endet eure mehrwöchige Europa-Tour. Würdet ihr gerne noch etwas länger bleiben? Oder überwiegt das Heimweh?“

Kyle Morton: „Auch wenn das jetzt vielleicht nicht die Top-Antwort ist, aber das Heimweh überwiegt. Jedoch wollen wir das Erlebte keinesfalls missen. Mit Ausnahme meiner schweren Erkältung, die ständig drohte, mich außer Gefecht zu setzen. Aber diese scheint überwunden. Da tingele ich wochenlang am Rande einer Lungenentzündung durch Europa, nur um wieder gesund heimzukehren. Auch ein schöner Abschluss (lacht).“

amusio: „Allein schon aufgrund eurer vielköpfigen Besetzung ist eine solche Tour mit erheblichem Aufwand verbunden. Hast du im Vorfeld nicht auch mal erwogen, die Kosten zu reduzieren, indem du auf einige Bandmitglieder verzichtest, um sie durch Backing Tracks zu ersetzen?“

Kyle Morton: „Nein, und das aus gleich mehreren Gründen. Musikalisch liegt es mir generell nicht, mich zum Sklaven von Backing Tracks zu machen. Die Interaktion aller Bandmitglieder ist ein wesentlicher Aspekt unserer Shows. Zudem verbindet uns ein geradezu familiäres Verhältnis. Und als sich für uns die Gelegenheit abzeichnete, durch Europa zu touren, stand für uns fest: Wenn einer geht, gehen wir alle.“

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