Interview mit Fenne Lily

„Es entzieht sich jeglicher Intention oder gar Planung“

Fenne Lily: "On Hold" (Rough Trade)

Fenne Lily: „On Hold“ (Rough Trade)

Dieser Tage wird das Aufkommen von On Hold (Rough Trade, ab Freitag), dem Debüt-Album der gerade mal zwanzig Lenze zählenden Britin Fenne Lily, von Interessenten sehnsüchtig erwartet, von denen sie gar nicht ausgehen konnte. Was auch für den von ihr vorab ins Netz gestellten Song Top On Toe gilt, der trotz seiner (zwanzig!) millionenfachen Anklickung bitte nicht als für ihre Zukunft zementiertes Stigmata gedeutet werden sollte, wie die forsch argumentierende Frau im Gespräch verlautbaren lässt.

amusio: „Hi Fenne, nachdem über England ein wenig Schnee gefallen war, mussten wir unser Stelldichein zeitlich etwas verschieben…“

Fenne Lily: „Das ist wirklich schade, zumal ich in Deutschland noch gerne ein paar Konzerte von mir liebgewordenen Künstlern mitgenommen hätte. Aber so ist das Leben. Im April dürfte es keinen Schnee mehr geben, dann bin ich bei euch, in Deutschland.“

amusio: „Bist du also auch mit dem Umstand einverstanden, dass du nun zu den veröffentlichenden Musikern gehörst? Oder bereitet er dir irgendwelche Probleme?“

Fenne Lily: „Ich wollte nie jemand werden, der auf den sozialen Medien eine gesonderte Rolle zu erfüllen hat. Dass ich dies nun aber offenbar schon geworden bin, entzieht sich jeglicher Intention oder gar Planung. Aber das Interesse an mir lässt mich spüren, dass ich zu einer ernst genommenen Musikerin geworden bin. Und nicht mehr länger nur so tun brauche, als ob dem so wäre.“

amusio: „Ein Preis, den du gerne bezahlst…“

Fenne Lily: „Es ist ein guter Job, ein OK-Trade. Zumal ich mich an kein Label verkauft habe. Ich manage mich selbst, gemeinsam mit meinem herzensguten – Manager. Kontrolle ist mir nun einmal sehr wichtig. So lange ich sie wahren kann, habe ich natürlich auch kein Problem damit, populär zu werden.“

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