Wave Gotik Treffen XXVII - Perspektiven (3)

Interview mit Jo Quail

Jo Quail (facebook.com/joanna.quail.39)

amusio: Was treibt dich denn noch so um, bevor es auch für dich zum WGT geht?“

Jo Quail: „Zuerst steht ein Showcase-Konzert von Winterfylleth an, auf deren neuem, sehr zu empfehlenden Album The Hallowing Of Heirdom auch meine Wenigkeit zu hören ist. Dann folgt mein erstes Konzert in Dublin, bevor es zum Dunk! Festival nach Belgien und in der Woche vor dem WGT zu einem weiteren Musikfestival im niederländischen Almere geht.“

amusio: „Und nach dem WGT steht dann auch direkt wieder ein Großereignis für dich an…“

Jo Quail: „Du sagst es. Ich partizipiere dann gleich an zwei Abenden auf dem von Robert Smith kuratierten South Bank Meltdown Festival, hier in London. Ich kann kaum beschreiben, wie geehrt und privilegiert ich mich fühle. Schließlich erhält man nicht jeden Tag eine persönliche Anfrage von Herrn Smith…“

amusio: „Was darf denn dein Publikum auf dem WGT dieses Jahr von dir erwarten? Vielleicht wieder die Premiere eines kurz zuvor noch im Hotelzimmer ersonnenen Stücks, wie vor einigen Jahren?“

Jo Quail (lacht): „Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern! Aus dieser spontan in mein Set eingebundenen Urform sind später gleich zwei Tracks entstanden: Laurus und Amberay. Ich vermute aber, dass ich mich diesmal etwas organisierter präsentieren werde. Neben Stücken aus meinem letzten Album Five Incantations sowie Ausflügen zu meinen beiden ersten Alben – Caldera und From The Sea – werde ich auch eine oder gar zwei Kostproben aus meinem neuen Werk einflechten. Denn vor allem wenn ich noch unerprobtes Material live vor Publikum vorstelle, nimmt es unter Umständen gänzlich originäre Formen an, die gegenüber den Studioversionen ein Eigenleben entwickeln. Das geschieht in Abhängigkeit, oder besser: im Zusammenwirken mit der gegebenen Atmosphäre und der Energien, die dann im Raum herrschen. Und ich schätze es sehr, wenn das Publikum die neuen Sachen anschließend mit mir bespricht. Sie kommentiert oder auch Vorschläge macht. Es ist dann fast so, als ob das Publikum gemeinsam mit mir an dem neuen Material arbeiten würde.“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!