Protomartyr - die Tour

Auf zur Läuterung!

(facebook.com/protomartyr)

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Die Saat geht auf: Nachdem Protomartyr aus Detroit auf ihrer letzten, von ihren formidablen Album The Agent Intellect (Hardly Art/Cargo) getragenen Tour durch deutsche Clubs und Klitschen nachhaltig beeindrucken und begeistern konnten, streifen sie hiesige Gefilde nun erneut – wenn auch nur für drei Shows, dafür aber in doch deutlich größer dimensionierten Veranstaltungsräumen. Kein Wunder, repräsentiert ihr aktuelles Album Relatives In Descent (Domino/GoodToGo) auch weiter nichts als wahre Größe, der es bestens bekommt, den Dreck zu teilen, in dem es wühlt.

So mag es also Sänger Joe Casey inzwischen gelungen sein, seine zuvor eher als unglücklich empfundene Existenz mit lohnender Beschäftigung zu überwinden. Die Option Protomartyr ward gezogen. Und fortan fürsorglich gepflegt , ohne ihr dabei den eigentümlichen Zahn des Entsetzens zu ziehen, der mahlende Kiefer krönt. Und aus amorphen Post Punk-Versatzstücken an Elend und Zweifeln geschulte Glanzstücke formt.

Joe Casey (Stephan Wolf)

Joe Casey (Stephan Wolf)

Für diejenigen klugen Zeitgenossen, die aus Erfahrung wissen, was sie bei einem Protomartyr-Konzert erwartet, kommt diese Ankündigung freilich zu spät. Alle anderen dürften ihre Erwartungen gerne dort ansetzen, wo der Indikator des Üblichen seine Skalen einbüßt. Emotionalität wird zwar überbewertet, doch Protomartyr lassen sich live nicht anmerken, diese Unterstellung auch verinnerlicht zu haben. Die Zeichen stehen auf ein Abarbeiten der Bringschuld, auf die Läuterung per Kippschalter. Warum also warnen?

A Private Understanding:
youtube.com/watch?v=yWdLpIITqsQ

Don’t Go To Anacita:
youtube.com/watch?v=IgvAgWFrC0g

20.04. A-Wien (Chelsea)
21.04. München (Strom)
22.04. Köln (Gebäude 9)
24.04. Münster (Gleis 22)

09/11.08. Haldern Pop Festival
16.08. NL-Nijmegen (Doornroosje)

protomartyrband.com
facebook.com/protomartyr

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