Aisha Badru: "Pendulum" (Nettwerk/Warner ADA)
Aisha Badru: „Pendulum“ (Nettwerk/Warner ADA)

Nachdem ihr erster Song, der je ans Licht der Öffentlichkeit gelangte – Waiting Around – gleich Eingang in einen automobilen Werbespot fand und der sich anschließende Navy Blues allein auf Spotify weit über die Millionengrenze hinaus gestreamt wurde, sieht sich nun Pendulum (Nettwerk/Warner ADA), das Debütalbum der New Yorker Singer/Songwriterin Aisha Badru, weit gestreuten Erwartungshaltungen ausgesetzt. Dass es diese mit Sicherheit übertreffen wird, erschließt sich dem geneigten Hörer auf Anhieb.

Von Aisha Badru auf der Gitarre erdacht und gemeinsam mit Produzent Chris Hutchison (auf Basis eines rein digitalen Datenaustauschs) ausgewogen und präzise in Szene gesetzt, eröffnet sich auf Pendulum ein kaleidoskopisch anrührendes Stelldichein aus sanfter Fügung und zarter Phrasierung. Dabei kokettiert Aisha Badru phasenweise mit einer Zerbrechlichkeit, die sie postwendend in einen Ausdruck von beseelter Stärke und verinnerlichter Zuversicht zu wandeln versteht.

Aisha Badru (facebook.com/aishabadrumusic)
Aisha Badru (facebook.com/aishabadrumusic)

Der atmosphärisch fundierte Flow von Songaufbau und Arrangement zieht auf Pendulum ungebrochen seine Bahnen – und den Hörer in seinen Bann. Das lässt sich leicht behaupten. Aber im Selbstversuch von leichter Hand auch verifizieren. Zwar gebietet ihre gesangliche Veranlagung ad hoc keine Alleinstellung. Der bemühte Vergleich mit – zahllosen – Artverwandten würde indes zur Verkennung führen.

Während Befangenheit ein schlechter Ratgeber bleibt: „We are splintered and we are rotten, deep within the walls that we’ve forgotten / All the answers to all our problems, lie within the one who tries to dodge them.“ (Splintered) – allein die Art, wie Aisha Badru diese Zeilen ins Gemüt meißelt, liefert ihr Debütalbum an eine rare Form der Erhabenheit aus. Hoffentlich alsbald auch auf hiesigen Konzertbühnen.

Mind On Fire:
youtube.com/watch?v=R-g5KqCUjHE

aishabadru.com
facebook.com/aishabadrumusic

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