X-O Planet - Voyagers

Intergalaktischer Durchblick

X-O-Planet: "Voyagers" (Danse Macabre/Alive)

X-O-Planet: „Voyagers“ (Danse Macabre/Alive)

Man hat es nicht leicht. Aber leicht hat es einen, das zweite Album des Mainzer Spacesynth-Duos X-O-Planet. Und zwar dort, wo die vom Erstling Passengers geschürten Erwartungen haken. Denn wer antizipatorisch vermutete, dass sich die intergalaktisch orientieren Soundscapes fortan stärker am Elektro-Mainstream orientieren würden, sieht sich ob der bewusst verringerten Zugänglichkeit von Voyagers (Danse Macabre/Alive) getäuscht.

Jedoch kann von Enttäuschung kaum die Rede sein. Es dauert nun nur ein wenig länger, um zu verinnerlichen, was Manja Kaletka und Goderic Northstar im Schilde führen. Statt ihren Ansatz anhand todsicherer Hooks auf kurz oder lang ins Leere laufen zu lassen, rücken sie ihn in die gefühlte Nähe zu einem astral leuchtend überfluteten Nachthimmel. Die Anwesenheit unendlicher Fernen steht außer Frage. Und die Empfindung, ein relevanter Teil des großen Ganzen zu sein, durchströmt das Gemüt.

Gewärmt von der Lichtillusion sämtlicher Fixsterne und ihrer Geschwister, an die X-O-Planet mit ihren sphärisch gediegenen Sounds und Songs rühren. Doch keine Angst vor allzu schwarzen Löchern im Hintergrund: Zu Voyagers lässt sich auch prima auf den Böden der irdischen Tatsachen tanzen. Oder – noch besser – nächtlich Nacktbaden. Die Sterne so hell, man kann „alles“ sehen. Mit Nachdruck entrückt. Der Trabant wacht (und lacht) weise.

Album Teaser:
youtube.com/watch?v=vywy28QXRbQ

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