Interview mit Dorit Jakobs

„Radikal subjektiv. Und so schonungslos wie möglich“

Dorit Jakobs (Stephan Wolf)

Dorit Jakobs (Stephan Wolf)

Mit ihrem aus dem Gros betont deutschsprachiger Popmusik herausragenden Album Im Aufruhr der Lethargie begibt sich Dorit Jakobs derzeit auf ihre erste Headliner-Tour durch die Clubs der Nation. Vor ihrem Auftakt-Konzert im Stereo Wonderland zu Köln unterhielt sich die erfreulich mitteilsame Wahl-Hamburgerin nicht nur über Verweigerungshaltungen, Textdominanz oder den gerechten Schimpf. Dass ihr anschließender Gig als Erfolg verbucht werden kann, sei an dieser Stelle – trotz eines sträflich mauen Besucherandrangs – nicht verschwiegen. Schieben wir diesen einfach dem sich stets als „schwierig“ erweisenden Dienstag in die Schuhe.

amusio: „Hi Dorit, nun ist dein Debütalbum bereits seit rund zwei Monaten erhältlich. Wie sind die bisherigen Resonanzen ausgefallen?“

Dorit Jakobs: „Überwiegend freundlich und zumeist auch ausgesprochen innig, was wohl auf die Intensität meiner Texte zurückzuführen sein dürfte. Wer den Zugang zu ihnen findet, scheint sie auch richtig zu verstehen.“

amusio: „Nach dem heutigen Auftakt in Köln steht morgen ein Auftritt in Bremen an. Empfindest du dieses Ereignis als eine Art Heimspiel? Oder wird dein Heimatgefühl als gebürtige Bremerhavenerin längst von deinem jetzigen Wohnort und deiner Wirkungsstätte – Hamburg – überstrahlt?“

Dorit Jakobs: „Ich freue mich auf Bremen. Und auch auf das dortige Wiedersehen mit Freunden. Ich verhehle meine Abkunft aus der einst eher verpönten Halbschwester Bremerhaven keineswegs. Ich denke, sie hat sich, wie so manch andere als tendenziell unbeliebt geltende Stadt, in letzter Zeit ganz gut gemacht. Mich hat es damals von dort aus nach Berlin verschlagen. Der Liebe wegen. Und auch, um dort Philosophie zu studieren. Das kann passieren. Aber so richtig warm wurde ich mit Berlin nicht. Dann bin ich zum Musikstudium nach Oldenburg gezogen. Und von dort aus nach Hamburg, auch um das mit der Musik endlich mal ernsthaft anzugehen. Am Ende sollte dann ein Album stehen, das hat schon mal geklappt.“

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