Clare Bowen - Clare Bowen

Wie aus der Seele

Clare Bowen: "s/t" (BMG/Warner)

Clare Bowen: „s/t“ (BMG/Warner)

Scarlett O’Connor aus TV-Nashville legt unter ihrem Klarnamen Clare Bowen ein Album vor: Nashville (BMG/Warner). Und dies nicht etwa als bloße Expansion ihrer mit dieser sagenumwobenen Musikstadt eingegangenen Verbindung. Sondern als Nachweis, dass sie es als einst ausgebildete Sängerin durchaus mit stimmlichen Größen wie Alison Krauss aufnehmen kann.

Dabei wahrt Clare Bowen eine ansteckende Lockerheit, prätentiöses Over-Acting hat sie auch in musikalischen Gefilden alles andere als nötig. Ihr Folk-Rock atmet Indie-Flair, die Songs changieren zwischen beherztem Uptempo, rührigem Twang und gut geerdeter Bodenständigkeit. Wozu sollte sie auch das Risiko eingehen, sich mit Ingredienzien zu verheben, die ihr nicht aus der Seele sprechen?

„Seele“ ist vielleicht der Begriff, welcher das Geschehen auf ihrem Debütalbum am treffendsten umschreibt. Man höre nur das atmosphärisch weitläufige Country-Pop-Juwel Doors & Corridors oder das bescheidene Größe auffahrende Kleinod Sweet William, um nachvollziehen zu können, wie viel an beseelter Persönlichkeit mitschwingt, so Clare Bowen einschmeichelnd intoniert.

Ihr Team, allen voran Ehegatte Brandon Robert Young (mit dem sie ein Großteil der Songs gemeinsam verfasste) und Produzent Josh Kaufman, gewährt ihrem Charme samt Schmelz und Eindringlichkeit ein weites Betätigungsfeld. Da gelingt selbst eine Halbballade wie Little By Little (oder eine Vollballade wie Grace And God & You) ohne mit der Wimper der Cheesyness zu zucken. Kompliment.

Let It Rain:
youtube.com/watch?v=hGTtXNnjjJ8

28.04. Hamburg (Nochtspeicher)
29.04. Hamburg (Gruenspan)
30.04. Berlin (Huxley’s Neue Welt)
02.05. München (Technikum)
03.05. Köln (Kantine)

clarebowenofficial.com
facebook.com/clarembee

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