Interview mit Daniel Blumberg

„Es bestand immer die Option, mal mit etwas nicht zufrieden zu sein“

Daniel Blumberg (Steve Gullick)

Daniel Blumberg (Steve Gullick)

Der 28-jährige Brite Daniel Blumberg gilt sicher nicht zu Unrecht als ein ausgesprochen unstet veranlagter Musiker, der sein eigenes Schaffen kontinuierlich kritisch hinterfragt und sich auch nicht scheut, Bandzugehörigkeiten zu beenden, sobald ihm die jeweilige Situation von seinem eigenen Wesen zu entfremden droht. Seine bisherigen, durchaus namhaften Stationen lauten u.a. Cajun Dance Party, Yuck, Oupa und zuletzt Hebronix. Nun veröffentlicht er mit Minus (Mute/Rough Trade, ab Freitag) erstmals ein Album unter eigenen Namen. Wie es dazu kam und ob man ausnahmsweise davon ausgehen darf, dass weitere folgen werden, erörterten wir in einem umständehalber kurz gehaltenen Gespräch.

amusio: „Hi Daniel, wer wie du auf einem Label wie Mute veröffentlicht, muss mit einem erhöhten Interesse der Fachpresse rechnen. Heute Berlin, morgen Paris. Dein Taxi ist bereits bestellt. Zuvor hast du mit deinen vorherigen Label-Zugehörigkeiten vornehmlich gehadert. Wie kann es dazu, dass du für dein erstes Album unter eigenen Namen bei Mute und Daniel Miller gelandet bist? Und – fühlst du dich dort endlich einmal gut aufgehoben?“

Daniel Blumberg: „Bisher läuft es mit Mute sehr gut. Ganz in meinem Sinne. Ich habe keinen Grund, mich zu beklagen. Noch nicht (lacht). Tatsächlich hatte ich Daniel Miller zuvor noch nie persönlich getroffen. Als er mich dann ansprach, wähnte ich mich sofort in guten Händen. Da fiel es mir nicht sonderlich schwer, mich für Mute zu entscheiden. Obwohl ich mir im Klaren darüber war, dass ich nicht zuletzt dafür verantwortlich war, dass sich meine sehr geschätzten Freunde, die mich auf meinem Album begleiten, nicht nur zu dem Ergebnis stehen, sondern mit auch der Art seiner Vermarktung einverstanden sind.“

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