aMute: "Some Rest" (Humty Dumpty Records)
aMute: „Some Rest“ (Humty Dumpty Records)

Der aus der Brüsseler Peripherie stammende Jérôme Deuson habe, so mutmaßt die Pressemitteilung, mit Some Rest (Humty Dumpty Records) seinen Frieden mit der Musik geschlossen. Dabei gibt auch sein siebtes Album unter dem Signet aMute genügend Anlass zur Spekulation darüber, ob man seiner hier und da in schlicht ergreifendem Wohlklang gerierenden Auseinandersetzung mit existentieller Fantasie so ohne weiteres über den Weg trauen kann.

Womöglich wird Some Rest auf Anhieb niemanden dazu ermuntern, das vorgeschlagene Ausruhen um eine umfassende Verweigerung zu prolongieren. Und doch könnte dieses in seinen Grundzügen zwischen Laptop, Gitarre und Cello (Thècle Joussaud) schwadronierende Album eine Verzückung hervorrufen, die sonst allein der todernst endlosen Stille vorbehalten bleiben muss. Dabei rührt Some Rest keineswegs ans Morbide, vielmehr tendieren die schier bodenlos aufbereiteten Tracks dazu, einsehen zu wollen, dass mit dem Verscheiden auch sämtliche Träume zu enden haben. Glückspotential hin, Enttäuschung her.

Der sphärische Impact, der sich mit zunehmender Laufzeit entfaltet und dabei ungeahnte Räume eröffnet, verweigert sich jedoch einer allzu eindeutigen Prägnanz, wodurch der gesamte Entwurf wiederum eine Bodenhaftung erhält, die mit der bereits benannten Schwebe kontrastiert. Die Flexion von Emotion und Schwerkraft erweist sich unterm Strich doch recht offensichtlich als ein bevorzugtes Tätigkeitsfeld des Herrn Deuson. Und unsere grauen Zellen schaffen – unweigerlich – Platz für den individuellen Remix. Licht aus.

Some Rest (Album Teaser):
youtube.com/watch?v=QGVVJWVbfA4

amute.net
facebook.com/Iamamute

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