Swirlpool - Camomile EP

Instant-Liebe

Swirlpool: "Camomile" (Reptile Music/Altone)

Swirlpool: „Camomile“ (Reptile Music/Altone)

Am schönsten ist die Liebe doch ohne Anlaufzeit. Dachten sich wohl auch die aus Dress hervorgegangenen Swirlpool aus dem evangelischen Regensburg – und legen mit Camomile (Reptile Music/Altone) eine erste EP vor, die es nahezu unmöglich macht, ihrem Charme nicht mit sofortiger Wirkung zu erliegen. Die entsprechend liebevoll dargebotene Melange aus Shoegaze, Dreampop und dem gewissen Etwas hält zwar – formatbedingt – nur über vier Tracks (plus zwei Remixen, wobei sich die von Aethon erstellte Fassung des Titeltracks als geradezu flamboyant erweist). Doch sollten Swirlpool ihr Niveau weiterhin halten, könnte sogar etwas Ernstes daraus werden.

So aber hat man sich einfach an der perfekten Untermalung eines holden Mai zu erfreuen. Es sprießen die Zweige der Verträumtheit, doch simultan lauert hier auch die pure Lust! Mal gelingt es dem unverschämt lässig verschleppten Innerspace die größte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn dieser Song Augen hätte, müsste man in ihnen wehrlos versinken. Doch dann gelingt es wieder einem anderen Song, die Instant-Liebe bravourös zu befördern.

Es bleibt also nur die Polyamorie. Und dass sich diese in Sachen Harmonie und Ausgewogenheit keine Blöße geben muss, legt das größte Hoffnungen schürende Quartett – auch mal so eben und in aller Unbefangenheit – nahe.

Tired Eyes:
youtube.com/watch?v=__J1jiS7G4s

31.05. München (Cord Club w/ Shun, Bye)

swirlpoolmusic.com
facebook.com/swirlpoolmusic

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