MIK - New Room

Auf sich selbst gestellt

MIK: „New Room“ (Commitment/Broken Silence)

Neue Räume hat sich der Wiener Wave-Pop Apologet MIK – samt der vorerst abgeschlossenen Historie seiner Band Zeronic – im Vorfeld seines ersten Solo-Albums erschließen können. Mehr Autonomie, weniger Zugeständnisse an sämtliche Konzessionen, zu denen sein bis dato erfolgreiches Schaffen hätte verleiten können. Ganz auf sich selbst gerichtet und auf Authentizität geeicht, erzwingt MIK auf New Room (Commitment/Broken Silence) den ultimativen Durchbruch zu sich selbst.

Vermutlich ergab sich im Zusammenhang mit New Room die größte Schwierigkeit an jenem Moment, als es daran ging, eine erste Single-Auskopplung zu küren. Dass die Entscheidung auf den Opener A Sign Of Piece gefallen ist, mag einer pragmatischen Konfliktauflösung geschuldet sein. Im Hinblick auf ein Album, das keinen Hehl daraus macht, aus einer packenden Abfolge von potenziellen Hits zu bestehen.

Nun ließe sich beileibe nicht behaupten, Mik Tanczos habe sein Talent für unwiderstehliche Ohrgedächtnisschmeichler erst vor kurzem entdeckt. Doch eine derartige Ansammlung von vollkommen schlüssigen (und dennoch ausreichend Reibfläche bietenden) Songs in einem exakt zwischen Nüchternheit und Überschwang austarierten Klangbild mag ihm zuvor noch nicht geglückt sein – trotz aller mit Zeronic längst unter Beweis gestellten Qualität.

Allein „irgendwie österreichisch“ wollen sich seine (allenfalls den besten Pop- und Wave-Traditionen verpflichteten) Arrangements nach wie vor nicht gerieren. Auch in den neuen Räumlichkeiten gilt einzig und allein internationales Format.

A Sign Of Peace:
youtube.com/watch?v=xIyIOlMBmls

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