XIV. Amphi Festival Vorspiel (3)

Interview mit Priest

Priest (Marisol Correa/facebook.com/priestofficial)

amusio: „Wirst du dann das erste Mal beim Amphi-Festival sein?“

The Puppet Master: „Das muss ich zu meiner Schande leider eingestehen. Aber ich bin in Köln schon aufgetreten. 2013. Mit einer Hardrock-Band.“

amusio: „Mit Berlin und der dortigen Technoszene verbindet dich mehr…“

The Puppet Master: „Rückblickend sicherlich, schließlich habe ich eine ganze Weile dort gelebt. Diese Zeit hat mein Leben verändert. Wäre ich in Schweden geblieben wäre, würde ich wohl noch heute Rockmusik zocken, obwohl mir elektronische Musik grundsätzlich besser gefällt. Doch der elektronische Underground Berlins hat mir den Weg gewiesen. Und da Sulfur bereits auf langjährige Elektro-Erfahrungen bauen konnte, ergaben sich vielversprechende Perspektiven für unsere Zusammenarbeit.“

amusio: „Nicht allein dieser hybride Background macht Priest zu einer außergewöhnlichen Erscheinung…“

The Puppet Master: „Nein, unser stark ausgeprägt visuelles Element gehört selbstverständlich dazu. Speziell unsere Masken fordern uns geradewegs dazu heraus, neue Wege zu beschreiten. Ohne die Äußerlichkeiten, die wir zudem ja noch narrativ aufladen, würden wir uns das alles vielleicht gar nicht zumuten. Es hat viel Überwindung gekostet. Es gab die Angst sich zu blamieren, ausgelacht zu werden. Bei mir hat sie zu Magenproblemen, schlaflosen Nächten und Selbstmordgedanken geführt. Mit unseren Outfits stellt sich die Aufmerksamkeit sofort ein. Aber dann muss auch die Qualität dahinter stimmen. Sonst wird es peinlich. Die Musik muss die Maskerade tragen, es genügt nicht, wenn nur wir drei Typen dies tun.“

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