XIV. Amphi Festival Vorspiel (3)

Interview mit Priest

Priest „New Flesh“ (Lovely Records/Cargo)

amusio: „Ausgehend von eurem markanten Logotype, das mit seiner klassisch-metallischen Anmutung irritiert, könnte auch euer Merch als integraler Bestandteil eures Show-Konzepts instrumentalisiert und verstanden werden. Und eben nicht nur als Beiverdienst, oder?“

The Puppet Master: „Merch, dass keine Assoziationsketten in Gang setzt, taugt nichts. Und wenn auf jeder Veröffentlichung das Logo modifiziert wird, kann das auch nicht funktionieren. Priest fußt auf einer starken Idee, als offenes Konzept mit hohem Wiedererkennungswert. Das soll auch abseits der Bühne vermittelt werden. Darum verstehen wir unseren Schriftzug nicht nur als Reminiszenz an eine Zeit, in der Metal-Bands viele elektronische Elemente verwendeten. Sondern auch als Symbol eines Clash, von dem wir wollten, dass er unsere Leben verändert.“

amusio: „Was bringt ihr denn an schönen Sachen so mit?“

The Puppet Master: „Neue Designs, Patches und Badges. Und vielleicht sogar unser Album New Flesh auf violettem Vinyl.“

amusio: „New Flesh ist noch stark von dem New Wave der Achtziger beeinflusst. Wer zu OMD oder Midge Ure geht, sollte euch also erst recht nicht verpassen…“

The Puppet Master: „Zunächst einmal ist es ein phantastisches Gefühl, mit den genannten Legenden auf dem Amphi quasi die Bühne zu teilen. Ich bin ein großer Ultravox-Fan – und OMD waren auch sehr wichtig. Mit unserem aktuellen Programm schlagen wir bis zu einem ungewissen Grad noch in diese Kerbe. Aber zukünftig werden sich die Anteile verschieben.“

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