XIV. Amphi Festival Vorspiel (4)

Interview mit Soviet Soviet

(amphi-festival.de)

Das aus der italienischen Provinz stammende Trio Soviet Soviet hat sich in letzter Zeit einen herausragenden Ruf als Live-Band erspielt. Zudem gehört ihr aktuelles Album Endless mit zum Feinsten, was das akute Portpunk/Shoegaze-Revival bislang hervorgebracht hat. Kein Wunder also, dass eine Einladung zum diesjährigen Amphi-Festival erfolgte. Und auch nicht, dass wir Soviet Soviet einmal ein paar Fragen zukommen ließen, welche die Band im Kollektiv beantwortete.

amusio: „Hi Andrea, Alessandro und Luca, wie würdet ihr Soviet Soviet gegenüber jemandem vorstellen, der noch nie etwas von euch gehört hat?“

Soviet Soviet: „Wir sind eine Band, die sich aus engen Freunden zusammensetzt. Leider hat uns unser erster Gitarrist, Alessandro Costantini, im vergangenen Jahr verlassen. Wir spielen unsere Musik, ohne dabei auf irgendeine Genre-Zugehörigkeit zu achten. Nennt sie Postpunk, Shoegaze, Noise-Pop – das ist uns alles ebenso recht wie egal.“

Soviet Soviet (facebook.com/sovietsovietband)

amusio: „Ist es vielleicht gerade diese Gleichgültigkeit, die euch besonders macht?“

Soviet Soviet: „Das können wir nicht beurteilen. Wenn überhaupt, dann ist es eher die Energie, mit der wir auf der Bühne agieren, die uns auszeichnet. Zumindest lässt das großartige Feedback unserer Fans diese Vermutung zu. Ihre Reaktionen, ihr begeisterter Zuspruch – sie sind der beste Aspekt an Soviet Soviet, das lieben wir sehr.“

amusio: „Euer aktuelles, drittes Album – Endless – genießt offenbar sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum den bislang größten Zuspruch. Ließe sich diese Entwicklung als eine Evolution erklären, die sich von euren Ursprüngen immer weiter entfernt?“

Soviet Soviet: „Wir denken, dass der Begriff Evolution die Sache ganz gut trifft. Mit jedem einzelnen Gig und jedem einzelnen Song entwickeln wir uns weiter, werden sicherer im Ausdruck unserer Erfahrungen, Standpunkte und Emotionen. Da wir viel Zeit im Studio verbringen, ist es durchaus ermutigend zu sehen, dass diese Investition auch von den Hörern honoriert wird.“

amusio: „Ihr stammt aus den italienischen Marken, aus Pesaro. Inwiefern beeinflusst diese Umgebung eure Musik?“

Soviet Soviet: „Pesaro ist an sich eine eher langweilige Provinzstadt an der adriatischen Küste. Nur wenige Außenstehende wissen, dass hier relativ viele Bands aktiv sind. Und das ist großartig! Es gibt zwar keine tollen Clubs, aber man tobt sich im Proberaum aus und steht in einem eng vertrauten und kollegialen Kontakt. Wir denken, dieser Umstand wirkt sich noch am ehesten auf unseren Output aus.“

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