XIV. Amphi Festival Vorspiel (5)

Interview mit Dirk Scheuber (Scheuber)

(amphi-festival.de)

Dirk Scheuber – als Gründungsmitglied von Project Pitchfork gehört er zu den Urgesteinen der Szene. Seit rund zwei Jahren interpretiert er zudem unter eigenem Namen seine eigenen Songs. Im Zuge der Veröffentlichung zweier rundum gelungener Alben – The Me I See sowie Changes – zieht es ihn mittlerweile auch auf die Bühne, um dort sein stets persönlich gehaltenes Liedgut angemessen zu reproduzieren. Dass ihm nach über dreißig Jahren Musiker-Dasein das ganze Drumherum nicht mehr so wichtig ist, mag vielleicht weniger überraschen, als die Offenheit, mit der er zu dieser Haltung steht – auch im Gespräch anlässlich seiner Aufwartung beim Amphi-Festival.

amusio: „Hi Dirk, ich habe dich zuletzt auf dem WGT gesehen, du mich jedoch nicht…“

Dirk Scheuber: „Du meinst, du hast meinen Auftritt verfolgt, aber mich anschließend nicht getroffen? Nun, das kann gut sein. Denn nach dem Abbau habe ich mich sofort wieder auf den Heimweg begeben. Ich schlafe halt lieber in meinem eigenen Bett, obwohl uns ein Hotelzimmer zur Verfügung stand, das von Teilen der Band auch genutzt wurde. Ich habe das ganze After-Show-Ding schon zu oft miterlebt. Ein guter Auftritt genügt mir, um zufrieden wieder von dannen zu ziehen.“

amusio: „Und für das Amphi-Festival machst du keine Ausnahme?“

Dirk Scheuber: „Auch auf die Gefahr hin, dich oder die Leser zu enttäuschen: Nein. Wir reisen früh an, liefern ordentlich ab und machen uns wieder aus dem Staub. Ich wüsste nicht, warum ich mich noch länger auf dem Festival aufhalten sollte. Schließlich kenne ich die meisten Bands, die nach uns noch auftreten werden, schon seit vielen Jahren. Und man trifft sich so oder so immer wieder mal. Wenn ich hingegen mit Project Pitchfork in einer Headliner-Position gebucht bin, muss ich schon über die volle Distanz gehen. Doch als Scheuber bin ich nicht verpflichtet, den üblichen Party-Zirkus mitzumachen.“

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