XIV. Amphi Festival Vorspiel (7)

Interview mit Daniel Pad (ES23)

(amphi-festival.de)

Mit dem Album Erase My Heart gelang dem Bochumer Dark Elektroniker Daniel Pad bereits im gefühlt zweiten Anlauf der große Coup. Seine dort dargebotene Mischung aus handelsüblicher Härte, weitreichend melodiösen Settings und einem dezenten Retro-Touch machten nicht nur die eigene Fanbase hellhörig. Sondern entfachte auf breiter Ebene wahre Stürme aus Begeisterung, die ihren Macher nun quasi zwangsläufig auf die Main Stage des diesjährigen Amphi-Festivals zu Köln hievten. Da ist (nicht nur) die Vorfreude groß, wie Daniel Pad im Gespräch vorab bekräftigt.

amusio: „Hi Daniel, mit ES23 erst zum WGT in Leipzig, bald auf dem Amphi-Festival in Köln. Läuft bei dir, oder?“

Daniel Pad: „Ich kann nicht klagen, es ist schon krass! Sämtliche Erwartungen wurden absolut übertroffen. Mit einer derartigen Resonanz konnte ich nicht rechnen. Auch die Tatsache, dass ES23 in den Clubs mittlerweile zum Standardprogramm gehört, und ich ständig wohlwollend auf mein Schaffen angesprochen werde, entzieht sich der Planung. Aber es wäre blöd zu behaupten, dass mir das alles nicht wahnsinnig gut gefiele. Nein, es ist einfach toll!“

amusio: „Ich vermute, der Dreh- und Angelpunkt dieser Resonanz besteht in deinem Album Erase My Heart, das mit einer vergrößerten Bandbreite an Sounds und Atmosphären brillierte…“

Daniel Pad: „Sicher, das Album war ausschlaggebend. Aber ich möchte nochmals betonen, dass der Run auf ES23 nicht zuletzt den DJs zu verdanken ist, die zum Beispiel Pics oder Videos von sich gepostet haben, während ES23 lief. Deren Unterstützung war und ist einfach sagenhaft!“

amusio: „So kann es weitergehen…“

Daniel Pad: „Ich denke, dass insbesondere der Klargesang gut angekommen ist. Und so werde ich auf dem nächsten Album noch entschlossener auf Gesangseffekte verzichten. Aber so oder so – Stand heute habe ich Erase My Heart immens viel zu verdanken.“

amusio: „Du gehörst zu denjenigen Signings des diesjährigen Amphi-Festival, die – zumindest offiziell – erst auf dem letzten Drücker ins Billing aufgesprungen sind. Oder wusstest du schon länger, dass du eingeladen bist?“

Daniel Pad: „Von wegen! Erst zwei Wochen vor der Bekanntgabe habe ich von dem Engagement erfahren, also sehr kurzfristig. Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern, als ich davon erfuhr. Ich hatte meinen Email-Account mal zwei Tage lang nicht auf dem Schirm. Dann loggte ich mich ein, ging die Nachrichten durch. Und fand da einen Betreff zum Amphi-Festival. Zuerst dachte ich, es würde sich um einen Newsletter handeln. Nichtsahnend öffnete ich die Mail – und wäre daraufhin beinahe von meinem Stuhl gekippt! Anschließend musste ich mich vergewissern, dass es sich nicht um eine Art Aprilscherz handelte. Doch dann dauerte es keine fünf Minuten, bis ich meine engsten Freunde und Mitstreiter mit der frohen Kunde einfach belangen musste. Unvergessliche Momente!“

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