Max Prosa „Rangoon“ – Rio Reiser in Akustikgitarre?

Bleibt nur noch die Frage, was Rangoon eigentlich bedeutet. „‚Rangoon! Verstehst du? Rangoon! Das isses!‘, sagte der Clown zum Fremden im langen, schwarzen Mantel. ‚Der ganze Zirkus hier ist doch nur reine Ouvertüre. Komm mit nach Rangoon!…’‚Charlie surft nicht!‘ Der Fremde bellte trotzig wie ein Hund. ‚Nun, was willst du? Die Ferne ist hier!’“, heißt es dazu in der Einleitung zum Album „Diesseits von Rangoon“ von Misha Schoeneberg. Für den jungen Sänger Max Prosa steht Rangoon als Symbol der Gegensätze und Widersprüche in dieser Welt: Sehnsucht und Realität, ferne Strände und Verlust der Natur, heile Welt und blutiger Krieg, Kampf und Ohnmacht, Kunst und Politik. Der gleichnamige disharmonische Track auf dem Album ist den toten Mönchen der sogenannten Safran-Revolution – den Demonstrationen gegen die Militärdiktatur 2007 – in Myanmar gewidmet.

Das Album „Rangoon“ lässt einen zerrissen zurück: Einerseits schwelgen wir gerne in Emotionen und melancholischen Melodien, andererseits deprimiert es, weil die Texte oftmals so treffend sind, dass man sich einfach nur noch die Decke über den Kopf ziehen möchte und sterben. Ein Beispiel dafür?

„Rangoon“ von Max Prosa ist seit dem 19. April käuflich zu erwerben. Der 23-Jährige tourt im Mai noch durch Deutschland:

01.05. Frankfurt
02.05. Erlangen
03.05. Würzburg
04.05. Freiburg
06.05. Stuttgart
08.05. München
09.05. Ludwigshafen
12.05. Saarbrücken
13.05. Hannover
15.05. Leipzig
16.05. Dresden
17.05. Berlin
18.05. Hamburg

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.