Ubikar - Veld

Im Überfluss

Ubikar: „Veld“ (Ubikar/Broken Silence)

Die Lyoner schmieren auf ihrem dritten Album Veld (Ubikar/Broken Silence) einen überaus aromatischen Mix aus Dub-Rock und Electronica aufs Tableau. Überwiegend schleppend mäandert der Sound zwischen Depression und Spieltrieb. Friedrich Schiller („der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“) hätte wohl seine helle Freude an Veld gehabt.

Widmen wir uns also einem Album, das seine stärksten Passagen immer dann in die Waagschale zu werfen weiß, wenn niemand damit rechnet. Ganz schön raffiniert und tricky. Die Warnung sei hiermit ergangen. Hirnfutter liefern Ubikar mehr als genug. Jeder Song ein Ereignis voller Eigenleben und innerem Konflikt. Und dabei stets so unprätentiös argumentierend wie ein kleines Kind, das sich in der Eisdiele etwa zwischen Sanddorn und Pistazie zu entscheiden hat, da es nur eine Kugel haben darf.

Bei Ubikar laufen dennoch sämtliche Geschmacksrichtungen ineinander über. Das mag mitunter latent anstrengend sein. Doch – was soll’s? Es lebe der Überfluss!

ubikar.eu

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