Hidden Souls: „The Incorruptible Dream“ (Echozone/Soulfood)

Synthpop aus Buenos Aires?! Aber unbedingt! Denn wer seine Vorbilder – von OMD über De/Vision bis Mesh – so gekonnt und liebevoll in ein eigenes Setting zu übertragen versteht, kann auf jeglichen Exoten-Bonus freimütig verzichten. Es gilt jedoch zu beachten, dass Hidden Souls auf The Incorruptible Dream (Echozone/Soulfood) ihre Qualitäten eher subtil ausspielen.

Von sporadisch sofortig ans Herz gehenden Ausreißern wie Mine abgesehen, entfalten sie ihre Kunst mit Bedacht – und der Ermunterung zur Geduld. Offenbar ist es ihnen nicht daran gelegen, einen simpel gestrickten Track mit vermeintlichem Hit-Potenzial nach dem anderen abzuliefern. Vielmehr daran, den geneigten Zuhörer zur nötigen Konzentration anzuregen, um ihren oftmals leicht verhalten agierenden Arrangements zu folgen.

Vermutlich zur bilateralen Erfüllung. Von reziprok gehegten Sehnsüchten, vielleicht. Oder einfach nur im Sinne eines aus besten Zutaten schöpfenden Erzeugnisses, dem erhöhte Aufmerksamkeit gebührt. Abschließend noch ein Hinweis für Zweifler, die zugleich der Ansicht sind, dass eine Band wie Torul zu sehr das Gaspedal bedient: Hier kommt euer Ohrfutter! Bitte weitersagen.

hiddensouls.com.ar