Auf dem Prüfstand

Bestes Klassikformat WAV?

Nach dem aktuellen Stand der Dinge sollten sich „Endverbraucher“ von konservierbarer Kunstmusik wie auch (internationaler) Folklore am FLAC-Standard orientieren, da dieses Format eine für die feinen dynamischen Unterschiede entsprechend hohe Authentizität gewährleistet. Tatsächlich erleidet eine Aufnahme mit diesem ZIP-artigen Audiokodierer keine qualitativen Verluste, denn aus dem FLAC-Format lassen sich die Originale wiederherstellen, was bei MP3 und Ogg Vorbis (OGG) nicht möglich ist.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Der von Władysław Leszczyński als Choral vierstimmig gesetzte Hymnus ‚Ave Maris Stella‘ wurde im klangidealen FLAC-Format bereitgestellt. (Mkonik80, CC-Liz.).

Damit dürfte auch bereits geklärt sein, welchen Vorteil gegenüber dem als Maßstab geltenden WAV-Format hier vorliegt; er besteht im Platzsparen, denn die Speicherung von nur 1 Minute erfordert bei WAV die „gigantische Speicherkapazität von wenigstens 10 MB. Selbst die Sicherung mehrerer älterer, aber wertvoller CDs vor der Korrosion auf externer Festplatte stößt in diesem Fall nämlich schnell an Grenzen. Die Zauberformel heißt demnach Kompression.

Auch das für WINDOWS entwickelte WMA-Format bietet zwar leidlich gute Wiedergabequalität, doch kommt es lange nicht an den Standard von FLAC (hier eine solche Datei aus dem angezeigten Beispiel) und natürlich WAV heran; an den Mitten und Bässen mag dies besonders deutlich werden. Auf ähnlicher Ebene wie WMA dürfte sich Real Audio bewegen, während das mit dem AAC-Standard merklich verbesserte MP3-Format hohe Qualität garantiert. Wer sein CD-Archiv behalten, aber sichern möchte, ist mit der Konvertierung vom WAV- ins FLAC-Format sicher gut beraten. Die Umwandlung ist auch online möglich, beispielsweise mit Hilfe von Convertio oder dem Online-Audio-Converter. Der Switch Audio Converter lässt sich downloaden.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.