Porträt-Komponist Georges Aperghis

Acht Brücken 2019: GroßstadtPolyphonie

(achtbrücken.de)

Ob es der persönlichen Anwesenheit von Georges Aperghis, dem Porträt-Komponisten der neunten Auflage des Kölner Musik-Festivals Acht Brücken, zu verdanken ist, dass die diesjährige Pressekonferenz im Foyer der Kölner Philharmonie außergewöhnlich gut besucht wird, bleibt eine vage Vermutung. Anders als in den vergangenen Jahren gelingt es den Rednern jedoch nicht, das Motto der zwölftägigen Diversität mit insgesamt 55 Veranstaltungen und 31 Uraufführungen – GroßstadtPolyphonie – erhellend zu fokussieren. Ein Umstand, der sich möglicherweise einer – a prima vista – doch erstaunlich beliebig oder gar diffus anmutenden Programmgestaltung verdankt.

Immerhin gelingt es der Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden der Acht Brücken GmbH, Henriette Reker, eine Brücke zum letztjährigen Großevent zu schlagen. Indem sie an den eng mit Köln verbundenen Porträt-Komponisten 2018, Bernd Alois Zimmermann, erinnert und für diese Jahr eine Auseinandersetzung mit dem akustischen Lebensraum der Rheinmetropole in Aussicht stellt. Schließlich lautet, trotz seiner internationalen Abstrahlung, der Veranstaltungsuntertitel noch stets „Musik für Köln“.

Die Stadt selbst, so betont dies auch der in gewohnt souveräner Manier moderierende Gesamtleiter/Geschäftsführer der Acht Brücken GmbH (und Intendant der Kölner Philharmonie), rücke wieder ins Zentrum des Geschehens. Dennoch bleibt unklar, ob es sich hierbei um urbane Lebensräume in generalisiertem Sinne oder doch um die spezifischen Eigenheiten der Domstadt drehen soll. Vermutlich sowohl als auch, – sozusagen als Fortführung dessen, was etwa Walter Ruttmann 1927 mit Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt filmisch gelang. Woran Louwrens Langevoort zum Auftakt seines Grußworts erinnert.

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