Anouk „Sad Singalong Songs“ – Melancholisch, aber schön, aber eintönig

Beim Eurovision Song Contest am 18. Mai im schwedischen Malmö hat die niederländische Sängerin Anouk mit dem Song „Birds“ überraschend den neunten Platz belegt. Nur einen Tag zuvor erschien ihr achtes Studioalbum, auf dem auch der ESC-Beitrag vertreten ist. „Sad Singalong Songs“ ist ein – für die Rockerin Anouk eher ungewöhnlich – durchweg melancholisches Album voller tragender Melodien. Mit Blick auf die musikalische Vorgeschichte der niederländischen Sängerin springt die neue Platte etwas aus dem Erwartungsrahmen.

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Melancholische Musik aus den Niederlanden: Anouk mit "Sad Singalong Songs"

Melancholische Musik aus den Niederlanden: Anouk mit „Sad Singalong Songs“

Für viele deutsche Zuschauer war Anouk Teeuwe beim diesjährigen ESC eine Neuentdeckung; dabei macht die Niederländerin schon seit Mitte der 90er Jahre kommerziell sehr erfolgreich Musik. In Holland kennt sie jedes Kind dank ihrer außergewöhnlichen Stimme. Spätestens jetzt, nachdem sie den Halbfinalfluch der Niederländer beim Song Contest gebrochen hat, dürfte sie auch in anderen Ländern mehr Aufmerksamkeit ernten. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Anouk angekündigt hat, nicht mehr auf Tour gehen zu wollen, sondern sich ihrer Rolle als vierfache Mutter zu widmen.

Ganz mittellos lässt sie ihre Fans allerdings nicht zurück und veröffentlicht mit „Sad Singalong Songs“ in fast klassischem Zweijahresabstand ihr insgesamt zwölftes Album. Die zehn Tracks der neuen Scheibe sind durchweg von einer ruhigen, oftmals melancholischen Natur und durchbrechen somit Anouks traditionelles Albumschema. Obwohl auch auf den Vorgängerplatten stets nachdenkliche Nummern oder Balladen zu finden waren, ist die Sängerin besonders für ihre Rocknummern bekannt. Für Fans der 38-Jährigen dürfte „Sad Singalong Songs“ also gewöhnungsbedürftig sein.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.