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Adelaide: Eine Metropole feiert die Künste

Zwischen dem 1. und 17. März ereignet sich zum nunmehr 34. Mal das diesjährige Adelaide Festival of Arts mit etlichen Musikveranstaltungen in Südaustraliens Metropole. Darunter sind auch klassische Opern- und Konzerttermine, auch wenn das Musikleben der Stadt zu einem großen Teil traditionell vom Jazz bestimmt ist. Jedes Jahr im „geographischen“ Herbst findet sich das an Theater, Kabarett, Musik und Literatur interessierte Publikum an verschiedenen Plätzen in der Stadt ein. Das seit 2012 jährlich veranstaltete Event sollte in seinem Umfang und in seiner Vielfalt an das englische Edinburgh International Festival anknüpfen, schließlich bezieht sich auch der Name der Stadt auf eine Königin des (ehemaligen) Mutterlandes zurück.

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Einer der Spielorte des südaustralischen Festivals 2019 ist die Stadthalle von Adelaide, die seit langem als Konzerthalle genutzt wird (15.4.2016, flickr, CC-Liz.).

Mit der Kooperation des einstigen Initiators Sir Lloyd Dumas und John Bishop, seines Zeichens Professor für Musik an der Universität der Stadt, gewannen Umfang und Popularität des zunächst als internationales Ausstellungsforum geplanten Festivals 1960 spürbar an Aufwind, der sich seither in einer regelmäßig zweijährig wiederkehrenden Reihe von Veranstaltungen quer durch die Künste niederschlug.

Historischer Blick 1839 von einem nördlichen Aussichtspunkt auf die rasch wachsende Stadt Adelaide, die nicht wie andere australische Metropolen ursprünglich aus einer Sträflingskolonie hervorging (en Wikipedia, US p.d.)

Auf drei Highlights des Jahres 2019 ist besonders hinzuweisen: Mitglieder des portugiesischen Teatro Nacional D. Maria II unter Tiago Rodrigues gastieren in Adelaides Odeon Theatre vom 5. bis 10. März täglich mit ihrer neuen Performance By Heart („Auswendig“) auf der Basis einer berückenden Erzählung. Aufmerksam zu machen ist auf eine vom 8. bis zum 10. März andernorts zu sehende Aufführung des Carmen-Balletts durch das Ensemble der Dresdner Semperoper in der Choreographie von Johan Inger. Das Restless Dance Theatre präsentiert mit seiner Leiterin Meryl Tankard zwischen dem 14. und 17. März seine multimediale Produktion Zizanie unter Einbezug von Video-Projektionen.

Weitere Informationen:
Adelaide Festival of Arts 2019

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.