Interview mit Louise Lemón

„Musik zu erdenken ist wie eine Reise“

Louise Lemòn (facebook.com/louiselemonmusic)

Die Schwedin Louise Lemón hat soeben mit A Broken Heart Is An Open Heart (Icons Creating Evil Art/Broken Silence) ihr zweites Album – nach dem Aufsehen erregenden Debüt Purge – vorgelegt. Dem eigenhändig auferlegten Sujet des „Death Gospel“ weiterhin verpflichtet, weist das Zweitwerk doch so einige Charakteristika auf, die es vom Vorgänger unterscheiden. Und über die es sich zu reden lohnt.

amusio: „Hi Louise, du hast angekündigt, dass dein neues Album im Vergleich zu deinem Debüt dunkler und heller zugleich ausfallen solle. Wie ist es dir gelungen, diese intendierte Widersprüchlichkeit aufzulösen?“

Louise Lemón: „Indem ich noch tiefer gebohrt habe. Durch viele Schichten, die zuvor die Essenz überlagerten. Ich wollte ein Album kreieren, das wie poliert erscheint. Auf Purge gab es noch etliche Passagen, die auf sich auf die Wirkung von Noise und Effekten verließen. A Broken Heart Is An Open Heart kommt in einem ganz anderen Soundgewand daher. Sehr klar und akzentuiert, trotz der noch schwerer wiegenden Themen. Und – es gewährt meiner Stimme mehr Freiräume.“

amusio: „Woran machst du diese Unterschiede fest?“

Louise Lemón: „An meinem eigenen Reifungsprozess. Purge ist über einen langen Zeitraum entstanden, dieses Mal habe ich mich eher spontan auf die Suche nach jener Dunkelheit begeben, die mir entspricht. Dabei habe ich eine Reinheit und Helle erfahren, die es auf Purge noch nicht gab. In gewisser Weise habe ich eine Entschlackung vollzogen, die mich meinen Begriff von Dunkelheit neu hat definieren lassen.“

amusio: „Künstlerische Freiheit, auch dank deiner Wahl der Mittel?“

Louise Lemón: „Wissen macht frei. Ich habe in der Zeit seit Purge sehr viel gelernt. Und als ich A Broken Heart Is An Open Heart schrieb, wusste ich schon sehr genau, was ich wollte! Wenn man dann noch auf seine Mitmusiker vertrauen kann, wird aus der Bürde eine vergleichsweise leicht zu stemmende Angelegenheit.“

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