Interview mit Louise Lemón

„Musik zu erdenken ist wie eine Reise“

Louise Lemón: „A Broken Heart Is An Open Heart“ (Icons Creating Evil Art/Broken Silence)

amusio: „Aber an deinem selbstgewählten Emblem des Death Gospel hast du nicht gerüttelt?“

Louise Lemón: „Nein, ich liebe diese Begrifflichkeit nach wie vor. Sie mag zwar poetisch überhöht sein, – und doch trifft sie den Kern dessen, was ich mache. Sowohl in Bezug auf die Musik, als auch auf meine Texte.“

amusio: „Und wieder war Randall Dunn mit am Start…“

Louise Lemón: „Bei Purge war die Zusammenarbeit noch anders gelagert. Da haben mein Keyboarder Anders Ludwigsson und ich ihm die Aufnahmen für den Mix vorgelegt. Doch schon während dieses Prozesses wurde mir klar, dass Randall und ich sehr ähnliche Vorstellungen darüber hegten, wie wohl das nächste Album zu klingen hätte. Es war einfach naheliegend, dass er als Produzent A Broken Heart Is An Open Heart kontinuierlich begleiten und in seine finale Form überführen würde.“

amusio: „War A Broken Heart Is An Open Heart dennoch eine eher schwere Geburt?“

Louise Lemón: „Eher eine leichte Geburt, auch wenn ich während der Schwangerschaft so einige persönliche Erfahrungen machen musste, die nicht gerade dazu beigetragen haben, den Sonnenschein aufs Album zu packen. Aber ich war von Anfang an sehr überzeugt von dem, was ich mit A Broken Heart Is An Open Heart beabsichtigte. Dieses Selbstvertrauen entfachte jenen Rückenwind, der das Album letztlich leicht von der Hand gehen ließ. Zumal ich mich vollkommen auf die beteiligten Musiker verlassen konnte. Gemeinsam mit ihnen floss das Album förmlich in seine Aufnahme.“

amusio: „Gilt diese Souveränität der Umsetzung auch für deine Texte?“

Louise Lemón: „Sicher, die Lyrics sind entsprechend schlüssig und kohärent ausgefallen. Ich war halt sehr fokussiert. Und habe acht darauf gegeben, dass die einzelnen Songtexte miteinander korrespondieren und somit ein Ganzes im Sinne des Albums ergeben.“

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