Interview mit Otto Wicks-Green (sleepmakeswaves)

„Jeder Track ein Puzzleteil“

Otto Wicks-Green, sleepmakeswaves (Stephan Wolf)

Gemeinsam mit COG machten sich sleepmakeswaves von Australien aus auf die Ochsentour durch Europa. Erste deutsche Haltestelle: das MTC in Köln am Rhein. Noch schwer beeindruckt vom Dom gewährt Bandgründer Otto Wicks-Green zwischen Soundcheck und Imbiss einige Einsichten, die nicht nur das Verhältnis von der Liebe zu „Down Under“ und zwingend notwendiger Lautstärke klären.

amusio: Hi Otto, stell dich doch bitte mal kurz vor…“

Otto Wicks-Green: „Ja, ich bin der Otto. Und mache schon seit gut zehn Jahren eine Menge Lärm. Gemeinsam mit meinen australischen Freunden.“

amusio: „Distanzierst du dich von ihnen, indem du deren Nationalität so hervorhebst?“

Otto Wicks-Green: „Nein, bloß nicht! Ich bin auch Australier, durch und durch. Mit allen Vor- und Nachteilen (lacht)“

amusio: „Von daher könnte es für dich auch in Ordnung sein, dass eure Europa-Tour mit COG als Nachweis australischer Rock-Kompetenz annonciert wird?“

Otto Wicks-Green: „Ach weißt du, wenn wir in Australien spielen, spielt unsere Herkunft keine Rolle. Aber hier in Europa aufzutreten, nach diesem irrsinnig langen Flug und allen weiteren Umständen, kann es nichts schaden, explizit darauf hinzuweisen, dass COG und sleepmakeswaves all diese Strapazen liebend gern auf sich genommen haben, um hier loszulegen. Zumal die Voraussetzungen, dies auch zu tun, hier doch wesentlich besser sind als in der Heimat.“

amusio: „Was verbindet euch denn mit COG? Ich verrate dir nichts Neues, so ich in dieser Hinsicht vermute, dass es keine allzu naheliegenden musikalische Verbindungen gibt: Ihr zockt Postrock, COG eher noisigen Indie-Rock…“

Otto Wicks-Green: „Och, sag das nicht. Was uns verbindet ist die Liebe zu einem satten, großen Sound! Und das hat vielleicht auch wieder was mit unserer australischen Mentalität zu tun. Auf diesem abseitigen Kontinent zu leben, lehrt ein Gefühl von Weite und Breite. Ich vermute, diese groß dimensionierte Denke hat beide Bands nachhaltig beeinflusst und geprägt.“

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