Interview mit Otto Wicks-Green (sleepmakeswaves)

„Jeder Track ein Puzzleteil“

Kollege Lachlan (Stephan Wolf)

amusio: „Ist besagte Schwere entscheidend?“

Otto Wicks-Green: „Ja, ich will physische Reaktionen hervorrufen. Bleibende Erlebnisse stiften. Nicht zwangsläufig in Form von Tinnitus. Aber uns ist eine großzügig bemessene Lautstärke schon sehr wichtig. Und da haben wir hier, anders als in Australien, doch schon mit Auflagen zu kämpfen. Wir legen es zwar nicht darauf an, als die lauteste Band aller Zeiten in die Annalen einzugehen. Doch ohne immensen, nicht zu ignorierenden Schalldruck würde sleepmakeswaves nicht so funktionieren können, wie es angedacht ist. Die Narrative würden ohne Lautstärke vermutlich auch nicht deutlich genug hervortreten.“

amusio: „Und wenn das Publikum sich dann mit Ohrenschützern gewappnet hat?“

Otto Wicks-Green: „Jeder so, wie er mag. Aber ich denke, dass das Gehör ab und an eine ordentliche Abreibung durchaus zu verwinden weiß. Die Menge macht das Gift. Wer sein Gehör schützt, tut gut daran. Doch er oder sie verpasst vielleicht jenen Impact, den wir intendieren.“

amusio: „Ihr wart gerade in Holland, in Paris. Wie war es dort?“

Otto Wicks-Green: „Prima! Ausgesprochen gut, auch um unser Energie-Level für deutsche Bühnen auf höchster Stufe zu wähnen. Wir kriegen schon mit, dass unsere Alben hier in Europa auf sehr gute Resonanz treffen. Und hier unterwegs sein zu können, gestattet uns eine Art permanenten Glücksgefühls.“

amusio: „Warum bleibst du nicht einfach hier?“

Otto Wicks-Green: „Ganz ehrlich, darüber habe ich schon oft nachgedacht. Aber ich konnte mich noch nicht dazu durchringen. Ich bin halt sehr mit Australien verbunden. Mit seinen obskuren Viechern. Mit seiner Weite, seiner Entfernung vom Rest der Welt. Noch erweist sich Australien als viel zu inspirierend, als dass ich darauf verzichten könnte.“

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