Interview mit Sarah Nücken (Mrs. Greenbird)

„Nun haben wir in der Album-Dimension gedacht“

Sarah Nücken, Mrs. Greenbird (facebook.com/mrs.greenbird)

Anfang 2013 stürmten Sarah Nücken und Steffen Brückner aus Köln Nippes als Mrs. Greenbird mit ihrem Debütalbum an die Spitze der deutschen Verkaufscharts. Der in Nashville aufgenommene Nachfolger Postcards wusste zwar musikalisch zu brillieren, blieb aber hinter den kommerziellen Erwartungen zurück. Nun meldet sich das Singersongwriteramericanafolkpop-Duo mit dem in völliger Eigenregie entstandenen Album Dark Waters (Greenbird Records/Edel) zurück. Und gedenkt, trotz akuter grippaler Infekte, ab nächster Woche mit ihm im Gepäck auf Tour zu gehen. Wir sprachen mit der inzwischen wieder genesenen Sängerin.

amusio: „Hi Sarah, empfindet ihr eure Label-Gründung auch als eine Art Befreiungsschlag von den Mechanismen eines vollkommen kommerziell ausgerichteten Pop-Business?“

Sarah Nücken: „Auf jeden Fall. Der Wunsch, ein eigenes Label ins Leben zu rufen, spukte schon immer in unseren Köpfen herum. Während wir für unsere ersten beiden Alben bei Sony unter Vertrag standen, kam das natürlich nicht infrage. Aber wir haben damals immer kritische Fragen gestellt: Was passiert hier? Wie funktioniert das? Was läuft da im Hintergrund? So haben wir viel gelernt, aber es kommt immer noch was dazu. Ein Label macht viel Arbeit. Aber ich kann mir nicht vorstellen, diese wieder abzugeben. Wir halten gerne alle Zügel in der Hand.“

amusio: „Steht Greenbird Records auch anderen Musikern offen?“

Sarah Nücken: „Zunächst einmal haben wir das Label für uns selbst ins Leben gerufen. Im Moment ist es noch ein Nullnummernspiel, ein teures Hobby. Wir setzen sämtliche Ressourcen sofort wieder ein, sei es für die Promo, oder für das Artwork oder oder oder. Aber wir sind mit einer Reihe von Künstlern aus Nashville befreundet. Und einen davon finden wir absolut großartig. Es wäre toll, ihn signen zu können. Um ihn hier bekannt zu machen. Vielleicht auch indem er uns dann sogar auf Tour begleitet. Mal schauen, wir gehen einen Schritt nach dem anderen.“

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