Inter Arma - Sulphur English

Anakoluth im satanischen Vers

Inter Arma: „Sulphur English“ (Relapse/Rough Trade)

Mit ihren bisherigen Alben (sowie zig betörenden Konzerten) haben Mike Paparo & Co. aus Richmond VA schon längst den Status des Besonderen erlangt. Wie das Quintett nahezu sämtliche Spielarten des experimentierfreudigen Metals auf sich vereint, ist schlicht phänomenal. Kein Wunder, dass sein neues Album – Sulphur English (Relapse/Rough Trade) – erneut Grenzen pulverisiert. Und in einen rauschhaften Sog zieht, der sich gewaschen hat.

Insbesondere die tribal-perkussive Modi, welche von Inter Arma nun aufgefahren werden, sprengen Fontanellen: Ist das ohne den Zusatz „Psych“ überhaupt noch vertretbar? Und ob! Werden doch stets elegante Breitseiten kühnsten Saitenspiels in den Moloch aus Spleen und Wahnsinn gerammt. Sogar die zeitliche Wahrnehmung gerät ins Wanken: Selbst die kleinsten Modulationen erwecken eine Ahnung von Ewigkeit.

Das Zerfleddern der Strukturen sei an dieser Stelle allwissenden Experten überlassen. Das wahre Expertentum manifestiert sich ohnehin in jedem Ton, den Inter Alma hier anschlagen. Vermutlich – schon jetzt – das Metal-Album des Jahres (so nicht noch Powerwolf um die Ecke kommen). Wer zuletzt lacht …

The Atavist’s Meridian:
youtube.com/watch?v=UZNjj17gWhQ

interarma.bandcamp.com
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