Saint Vitus in Köln (Luxor)

Wie ein (sehr guter) Beischlaf

Wino, Saint Vitus (Stephan Wolf)

Nun gut, einige Leser*Innen werden sie kennen – und zu schätzen wissen: Jene Orgasmen, die noch Tage, Wochen und Jahre nach dem eigentlichen Ereignis im neuronalen Geflecht nachhallen. Rumwummern. Das innere Wah-Wah anschmeißen, so das Rückgrat Lust auf Pogo hat. Was diese Unterstellung mit Saint Vitus zu tun hat, erklärt sich von selbst.

Ordentlich angepeffert von den eine Spur zu berechenbaren Dopelord (Hauptsache Bart) legen Wino, Dave, Mark und Henry mit Dark World – aber mal so richtig – los. Selbst kleine technische Probleme entziehen dem Fett keine Essenz. Wir sind ja auch nicht mehr die jüngsten Jünger unseres Selbst.

Dave, Saint Vitus (Stephan Wolf)

Von wegen: Wann immer der Veitstanz in Richtung HC-Moshpit slakkert, neigt sich die Stimmung zur Überprüfung von Glauben und Gonaden. Zwingend. Und doch so „happy go lucky“ as can be. Wir machen uns nichts vor, doch auch 12 Years In The Tomb konnten uns noch nie etwas anhaben. Und dann wird es so richtig, ja – groß: Mit minimalem Aufwand (man kann Gitarre auch nur mit der Matte spielen) wird Grandezza gezockt: Burial At Sea, Saint Vitus, Born Too Late, Hallow’s Victim, Useless – der See Genzaeth läuft aus. Aftershow nebenan im Blue Shell – Ehrensache!

Bloodshed:
youtube.com/watch?v=evSMxr3Rrvs

saintvitusband.com
facebook.com/saintvitusofficial

 

Saint Vitus im Luxor zu Köln (Stephan Wolf)

 

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