Drenge in Köln (MTC)

Schuld und Schönheit

Drenge (Stephan Wolf)

Fast schon ein wenig kleinlaut geben Rory und Eoin Loveless im Nachgang ihres formidablen Konzerts in Köln zu Protokoll, von der hehren Reduktion auf Gitarre, Fell und Becken abgewichen zu sein. „Unsere neuen Songs brauchen einfach mehr Raum zur Entfaltung. Auf Alleinstellungsmerkmale ist geschissen“, frohlocken die 2.

Und so entfalten sie … und überraschen ein heterogen kompiliertes Publikum mit einer stilistischen Bandbreite, die das aktuelle Album Strange Creatures zwar andeutete, aber in der nun gebotenen Konsequenz nur verblüfft. Und leider auch dazu führt, dass sich der Schwarzkittel oder die noch stets von einer Nacht mit Keith Richards Träumende nicht wissen, wie sie sich hier und hierzu zu verhalten haben.

Drenge (Stephan Wolf)

Und dieses kleine Dilemma ist durchaus nachvollziehbar: Denn von Hard über Indie bis Post kondensieren Drenge einen Rock, dessen Saum paradiesische Unschuld erahnen lässt. Und dann wird es bekanntlich gefährlich. Großartige Brüder, großartige Band, großartiger Abend. Mega-Tipp für Festival-Planer.

Autonomy:
youtube.com/watch?v=1Qw1PI9MFP0

drenge.co.uk
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