Kiefer Sutherland - Reckless & Me

Mit Gefühl und Nahbarkeit

Kiefer Sutherland: „Reckless & Me“ (BMG)

Bereits mit seinem Debütalbum Down In A Hole brüskierte der für so manchen Exzess berüchtigte Schauspieler und (Film-) Produzent Kiefer Sutherland jene Kritiker, die vermuteten, dass es sich dabei um ein weiteres mediokres Produkt handeln würde, das einzig und allein dazu dient, dem Ego des Verantwortlichen zu schmeicheln. Nun setzt Kiefer Sutherland seine dritte Karriere mit einem Zweitwerk – Reckless & Me (BMG, ab nächsten Freitag) – fort, das seinen Status als ernstzunehmenden Musiker weiter festigt.

Dabei gelingt es ihm und seinem Spannmann Jude Cole, sich nicht auf eindimensionale Schnellschüsse zu verlassen. Klischees werden konsequent vermieden, es dominiert die Kunst der Vermischung: Country, Americana, Blues und Rock – eben nicht in stereotyper Reinkultur, sondern mit feinen Nuancierungen dargeboten, die parallel zu der markanten Stimme des Herrn Sutherland ein großes Ganzes ergeben.

Insbesondere die balladesk veranlagten Stücke, – allen voran der vollmundige Opener Open Road oder das abschließende (die Handschrift des späten Leonard Cohen in sich tragende) Song For A Daughter – bezaubern gleichermaßen. Mit Technik und Gefühl. Sowie einer Nahbarkeit, die sich – ganz natürlich – auch in Texten niederschlägt, deren Wortwahl authentische Anliegen vermitteln. Was will man mehr? Kevin Sutherland live erleben. Im Oktober.

This Is How It’s Done:
youtube.com/watch?v=QDb2i1ezWfY

03.10. Hamburg (Grünspan)
04.10. Berlin (Heimathafen)
08.10. München (Technikum)
09.10. Köln (Kantine)

kiefersutherland.net
facebook.com/KieferSutherland

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