Bear’s Den: „So That You Might Hear Me“ (Communion/Caroline)

Andrew Davie und Kevin Jones beschreiten auf ihrem dritten Album So That You Might Hear Me (Communion/Caroline, ab nächsten Freitag) dezent neue Wege, um sich Gehör zu verschaffen. Elektronisch fundierter und komplexer strukturiert als je zuvor, ist ihnen ein wagemutiges Album gelungen, das Zeit benötigt, um nicht nur gehört, sondern auch verstanden zu werden.

Inspiriert von einer Zeile aus der Feder Pablo Nerudas (siehe Albumtitel) entspinnt das Duo eine sich zunächst als geradezu zurückhaltend gerierende Songauslese, deren Detailarbeit nach und nach das ganze Bild erkennen lässt. Auch das Storytelling erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Songwriter Andrew Davie fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern legt sich lieber die dortige Krippe, um sie mit sanftem Nachdruck vibrieren zu lassen. So etwa bei Not Every River oder dem als pseudo-schüchterne Conclusio fungierenden Blankets Of Sorrow, das trotz seiner inhaltlichen Schwere an die Gegenständlichkeit der Zuversicht appelliert.

Und so reihen sich allmählich die Höhepunkte aneinander. Besonders fluffig intonierte Songs wie Hiding Bottles oder Laurel Wreath wirken in diesem Kontext sogar etwas zu exaltiert oder aufdringlich. Aber das ist kein Kritikpunkt, eher ein Kompliment.

Crow:
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26.07. CH-Luzern (KKL Konzertsaal)

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