The Heavy - Sons

Auf Hochtouren

The Heavy: „Sons“ (BMG)

Was 2007 mit Great Vengeance And Furious Fire seinen Anfang nahm, findet auf dem nunmehr fünften Album der britischen Schwerenöter um Sänger Kelvin Swaby seine grandiose Fortsetzung. Als robuste Mischung aus sprudelnder Serotonin-Quelle und hoch dosiertem Koffein-Ersatz konzentriert Sons (BMG, ab Freitag) sämtliche Stärken einer hochgradig einmaligen Band, die ihr Heil verlässlich in den hitzigen Mezzaninen zwischen Northern Soul, Deep Funk und Punkrock sucht – und findet.

„Ich will Musik für Leute machen, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind“, bringt Gitarrist Daniel Taylor die Sache auf den Punkt. Und tatsächlich sollte Sons vielleicht lieber nicht im aktiv betriebenen (Straßen-) Verkehr zum Einsatz kommen. Denn wenn die fetten Bläsersätze mit den zuckenden Gitarrenlicks eine unheilige Allianz aus Energie, Dynamik und Pepp eingehen, reißt jeglicher Geduldsfaden.

Genauer betrachtet, gelingt den Jungs aus Bath Spa auf Sons sogar das Kunststück, trotz des (von der Hurt Interlude sowie dem psychedelisch ausartenden Put The Hurt On Me einmal abgesehen) durchgängig beibehaltenen Schmiss, keinerlei Ermüdungserscheinungen aufzuweisen. Dafür ist das Songwriting einfach zu ausgefuchst und treffsicher fokussiert. Da schwabbelt kein Gramm Fett, da gerät jegliche Redundanz in Schockstarre. Halt ziemlich genau so, wie es die Stax-Tradition erfordert. Nur eben mit einem zeitgemäßen Verständnis, wie sich Bewegungsapparate in Wallung bringen lassen.

Sons sollte mit Schweißbändern ausgeliefert werden.

Fighting For The Same Thing:
youtube.com/watch?v=Kl_cVYeA9l0

25.05. Berlin (Lido)

theheavy.co.uk
facebook.com/theheavy73

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