Schiller, Köln, Lanxess Arena, 17. Mai 2019

Pink Floyd? Dead Can Dance?! – Das Aroma: wunderbar!

Schiller in der Kölner Arena (Stephan Wolf)

Mit seinem glänzend aufgelegten Ensemble – sowie einer immens pointierten Lichtschau – verzückt Christopher von Deylen zigtausende Fans im „Kölschen Henkelmännchen“. Mag man seine Alben – darunter auch das aktuelle (und direkt auf „1“ gechartete) Morgenstundals gepflegt aber zu sehr gelackt in den selbst eingelassenen Fahrwassern erachten: Live entfalten sich Dimensionen, die dem „Homo Ludens“ (Schiller, der andere) nur gefallen sollten. Müssen, dürfen – und können. Ein Eindruck von der Jubiläumstour „Es werde Licht“.

Einzelne Tracks hervorzuheben, individuelle Meisterleistungen der beteiligten Musiker zu bestrunzen – nein, das würde dem Projekt (sowie der Tour von) Schiller nicht gerecht. Und selbst wenn – wem würde das Bestrunzen überhaupt zustehen? Antwort: Die eigene Autorität (ausnahmsweise) mal auf sich beruhen und Fünf gerade sein lassen: Schon sind wir in der Welt – von Schiller.

Ärgerlich, dass die üblichen VIPs im akustisch-räumlichen Hintergrund dem Dargebotenen keinerlei Respekt erweisen. Aber derlei Wesen gehen ja auch zum Fußball nur, um sich gegenseitig von ihrer Karriere zu künden, – während andere „alles“ geben.

Dass Schiller mit seiner stets entrückten, aber präzise formulierten Musik einen Gegenpol zu Stress, Eigenlob und Ängsten stiftet, ohne dabei in religiöse Heilsversprechen abzudriften, kann nicht laut genug beklatscht werden. Erst recht nicht an diesem unvergesslichen Abend in der Kölner Arena.

Die rein musikalischen Assoziationen sind der Headline zu entnehmen.

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