The Amazons - Future Dust

Im Sinne der Sittlichkeit

The Amazons: „Future Dust“ (Caroline/Universal)

Gereift“ ist im Zusammenhang mit Future Dust (Caroline/Universal Music, ab 24. Mai) und im Hinblick auf seinem forschen Vorgänger (dem autonom betitelten Debüt) vielleicht nicht so ganz der korrekte Begriff, um das heutige Treiben von Matt, Chris, Elliot und Joe aus Reading zu klassifizieren. Willkommen in der Sackgasse! Aber keine Sorge: The Amazons haben die Wegweiser hinaus bestens poliert.

Deutlich näher am Black Rebel Motorcycle Club als an Stereophonics begeben sich die Jungs auf die Suche nach Ausgewogenheit. Und werden fündig: Zwischen überlebt dicker Hose und Leckerlis im Dessous. Was The Amazons hier aufbereiten, flutscht wie Zäpfchen. Und dass das alles hier abdominal fruchtet, ergibt Sinn. Von „Unfreiwilligkeit“ – keine Spur.

Future Dust – ein perfekter Name für ein Album, das sich seiner vermeintlichen Altbackenheit ebenso wenig schämt wie für seine Hooks, die nach Stadion schreien. Oder nach all den Clubs, die Ekstase im Programm haben. Der Überschwang, mit dem The Amazon unterwegs sind, erinnert (entfernt) an Big Country – im Stelldichein mit Bruce Springsteen und Oasis. Wäre die Etage nicht zu hoch, man würde aus dem Fenster springen wollen! Weil gut, nach bester Sitte.

Mother:
youtube.com/watch?v=_F3_hVmMA2U

11.10. Köln (artheater)
15.10. Hamburg (Molotow)
18.10. Berlin (Musik & Frieden)
23.10. München (Hansa 39)

theamazons.co.uk
facebook.com/theamazonsforever

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