Tegan & Sara in Berlin: Nicht mehr, nicht weniger

Wenn man wie Tegan & Sara bereits sieben Alben veröffentlicht hat, wird es schwierig, die Wünsche des Publikums bei Live-Auftritten zu befriedigen, wie gestern beim Konzert in Berlin zu sehen und zu hören war. Natürlich möchten die Zwillinge ihr aktuelles Album „Heartthrob“ promoten, die Fans aber bestehen auf die alten Songs, durch die sie Tegan & Sara kennen und lieben gelernt haben. Die beiden Kanadierinnen haben sich diesbezüglich eine besondere Lösung ausgedacht – aber dazu später mehr. Vorab in kurzen Worten und ohne Übertreibungen: ein wirklich gutes Konzert am 18. Juni im ausverkauften Astra Kulturhaus!

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Musikalische Zwillinge aus Kanada: Tegan und Sara / Foto: Lindsey Byrnes

Musikalische Zwillinge aus Kanada: Tegan und Sara / Foto: Lindsey Byrnes

Ein Publikum mit Tegan-and-Sara-Gedächtnisfrisuren – sowohl auf männlichen als auch auf weiblichen Köpfen – findet sich an diesem sommerlichen Abend in der Veranstaltungsstätte ein. Als Vorband spielt Waxahatchee, das Soloprojekt des ehemaligen P.S.-Eliot-Mitglieds Katie Crutchfield. Das kann man sich durchaus anhören.

Tegan & Sara sind für ihre Europatour mit ihrer Mutter angereist, die die Eindrücke ihres ersten Aufenthalts hier in einem eigenen Blog festhält. Vor ausverkauftem Haus spielen die beiden 32-Jährigen mit ihrer Band. Nach drei Stücken der im Februar erschienenen Platte „Heartthrob“ kündigen sie mit ironischem Unterton an, dass nun nur noch ein neuer Song folgen würde. Danach gebe es dann ganz viel altes Zeugs, woraufhin ein Aufschrei der Freude durch die Menge geht.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.