Porträts brasilianischer Komponist/inn/en

Rios Flughafen: benannt nach einer Musikerlegende

Er wuchs in Rios Stadtteil Ipanema auf und übte sich seit früher Kindheit an der Gitarre, bevor er als Jugendlicher das Klavierspiel bei der bekanntesten Musikpädagogin der Metropole, Lucía Branco, zu erlernen. Von 1941 an erhielt er die Chance, bei Hans-Joachim Koellreutter Komposition zu studieren.

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„Tom“ Jobim singt 1965 auf einem Festival (BR p.d.).

Doch ließ Antônio Carlos Jobim die klassische Musikausübung erst einmal zugunsten eines Architekturstudiums beiseite, bevor er sich schließlich ganz dem Musikerberuf zuwandte. Im Jahre 1946 begann Jobim ein Architekturstudium, das er jedoch bald aufgab, um sich der Musik zu widmen. Neben seiner Freundschaft und Kooperation mit dem Musiker Newton Mendonca arbeitete er für das Label Continental, wo er mit dem Dirigenten und Komponisten Radamés Gnattali zusammentraf.

Der Durchbruch gelang Jobim, der auf den Choro und Samba, auf Bossa Nova und Jazzstile setzte, in den 1960er Jahren, als er bereits für einige Plattenfirmen Erfolge eingeheimst hatte, anlässlich eines Internationalen Festivals in der New Yorker Carnegie Hall. Von da an bewegte er sich nach etlichen populär gewordenen Kompositionen auf internationalem Parkett, was seine Auftritte und Aufnahmen mit Stan Getz und Frank Sinatra belegen. Der Flughafen von Rio de Janeiro wurde wegen der hohen internationalen Popularität des Musikers nach ihm benannt.

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.