Aktuelle Tendenzen

Ökonomische Aspekte von Musik

Den Rahmen für eine große Zahl von Musikaktivitäten weltweit gibt deren Finanzierbarkeit, Etablierung und Marktbehauptung vor. Einen überfälligen Abriss der neu entstandenen Musikwirtschaftsforschung, die eine Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen und auch Fakultäten darstellt, lieferten erst 2018 spezialisierte Wissenschaftler aus den Bereichen Kulturbetriebslehre, Eventmanagement und Musikmanagement. Dabei geht es zunächst auch um theoretische Überlegungen zur Ortung und Einordnung.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Die ‚Grundlagen einer neue[re]n Disziplin‘, nämlich der ‚Musikwirtschaftsforschung‘ als eigenes Teilfach, werden in dieser Aufsatzsammlung verhandelt (ISBN 13: 978-365819398-0, Springer Verlag 2018).

Der Band, erschienen in der Reihe Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, grenzt das neue Forschungsfeld zunächst von verschiedenen Seiten ein, zeigt, wo daran zu beteiligende Fächer, nämlich Informatik, Soziologie und Musikwissenschaft andocken können und fasst erste methodologische Entwürfe für die Etablierung in Wirtschafts- und Kulturwissenschaften zusammen. Die Autor(inn)en, Peter Schmuck, Beate Flath und Martin Lücke sind bereits ausgewiesene Experten im Teilfach.

Die neueste veränderte Auflage des ‚Handbuchs der Musikwirtschaft‘ ist ein unabdingbarer Ratgeber für alle, die mit der rechtlichen Seite in Musikwirtschaftsbetrieben täglich zu tun haben (ISBN 13: 978-340672028-4, C.H. Beck, 2018).

Orte sind Phänomene, sei es der Konzertsaal, ein Marktplatz oder die Fußgängerzone.
Martin Lücke, der als Professor an der Macromedia-Hochschule Berlin unterrichtet, ist auch Mitherausgeber der kürzlich erschienenen Aufsatzsammlung Musik und Straße, in der nicht nur kulturwissenschaftliche, insbesondere musikethnologische, sondern auch monetäre Aspekte von Orten aufgeführter Musik zur Sprache kommen. So beschäftigt sich André Rottgeri mit Live-Auftritten in der U-Bahn am Beispiel der französischen Formation Les Casse Pieds.

Beim Nomos Verlag erscheint (vorauss.) im Juli 2020 das höchstaktuelle Handbuch ‚Musikwirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung‘ (ISBN 13: 978-3848733675-1).

Die nunmehr 7. Auflage des bewährten Handbuchs der Musikwirtschaft, herausgegeben von Rolf Moser und Andreas Scheuermann, bietet vor allem wertvolle Klärungen zum Urheberrecht und zu Lizenz- sowie anderen Verträgen. Es wendet sich damit überwiegend an Juristen in Medienindustrie und in Verwertungsunternehmen, sei es Radio, Film, Fernsehen oder Konzertbetrieb; Videokanäle wie youtube und Clipproduzenten im allgemeinen kommen ins Spiel. Gespannt darf man übrigens sein auf einen  Titel von Alexander Endreß und Hubert Wandjo, der sich insbesondere der Konsequenzen der Modernisierung des Musikmarkts annimmt: Musikwirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung versteht sich als Kompendium für Wissenschaft wie Praxis, ist aber voraussichtlich erst im Sommer 2020 erhältlich.

Projekt Zukunft: Musikwirtschaft in Berlin

 

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.