Babymetal - Metal Galaxy

Karel ohne Gott

Babymetal: „Metal Galaxy“ (EARmusic)

Wie soll man angesichts des mal großartigen, mal völlig jenseits sämtlicher Spuren liegendem Quatsch aus dem Land der immer wieder aufgehenden Sonne jene Kontenance wahren, die eine halbwegs seriöse Rezension erfordert? Oder zumindest erfordern sollte? Protokoll eines Selbstversuchs.

Ja, selbst überzeugte Kuttenträger haben sich das Babymetal-Patch längst zwischen Maiden und Slayer genagelt. Vielleicht auch nur, um eine Prise Exotik einzulassen, die sich jedoch als „komplette Vollverarsche“ zu erweisen hat. Man höre nur die russisch-oriental gemeinten Versatzstücke von Shanti Shanti Shanti oder Oh! Majinai – und verstehe.

Natürlich ist das alles als ein groß angelegter Spaß zu verstehen, doch droht mit Babymetal – dem Phänomen des K-Pop nicht unähnlich – das okzidentale Selbstverständnis hinsichtlich von Rock und Pop gehörig ins Schwanken zu geraten. Blödsinn für von jeglicher Libido entkernte Massen, im digitalen Gleichschritt geradeaus. Etwas massenkompatibel Verstörenderes gibt es am Markt derzeit wohl kaum. Schade, dass Karel Gott (Motörhead) nicht mehr eingeladen werden kann.

Shanti Shanti Shanti:
youtube.com/watch?v=gQnG_T7kbtY

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