Organ Explosion - La Bomba

Organisch ohne Befund

Organ Explosion: „La Bomba“ (Yellowbird Records/Enja/Edel)

Fällt die Salami in den Abfluss, was ist den schon dabei?!“ – derlei alberne Methoden verbaler Verlustangstbewältigung keimen angesichts des dann doch eher instrumental gehaltenen La Bomba (Yellowbird Records/Enja/Edel, ab Anfang November) auf. Oder auch liebenswerte Erinnerungen – an Sesamstraße (Wer, wie, was?!), Iron Butterfly, Comedy-Porno und Co.

Die Wahrung des „Kodex Vintage“ in allen Ehren: Wer will diese liebenswert selbstverliebte Chose unkommentiert auf sich beruhen lassen? Vielleicht schon vor rund zwei Jahrzehnten verstorbene Kabarett-Versteher, mit Pfeiffe im dünnlippigem Maul? Sicherlich nicht jene ernsthaften Musik-Genießer, die La Bomba als „Helge Schneider-Musik“ gewissenhaft und geflissentlich abtun.

Gut, den Aufgriff von Ricky „bester Gitarrist der Welt“ King (Apache) hätte es nicht bedurft, um die an sich doch schon viel zu gute Stimmung anzuheizen. Doch selbst so benannte „Krassomaten“ wie Organ Explosion erkennen Geschmacksgrenzen zurecht nicht an. La Bomba macht gehörig Laune, lässt aber zugleich auch in die Abgründe der eigenen Langmut blicken.

Bumpy Side:
youtube.com/watch?v=Qtmu8pVtVp8

Heute Rohrbach (Incontri)
26.10. München (Strom / Release-Konzert)
09.11. Nürnberg (Muz Club)
20.11. Dresden (Jazztage)
21.11. Weinstadt (JAK)
20.12. Fürth (Kofferfabrik)

organ-explosion.com
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