Nach dem Start der Konzertsaison 2019/2020

Länderauf, länderab

Mit einem ebenso bunten wie umfangreichen Programm von vierzehn verschiedenen Werken oder Ausschnitten als solchen präsentiert die norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth am 3. November um 15 Uhr ihr selbstentfachtes tenThing Brass Ensemble – und zwar in der Grünewald Halle des Konzerthauses zu Stockholm.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Tine Thing Helseth spielt in Kürze zusammen mit ihrem eigenen Blechbläserensemble im Stockholmer Konzerthaus (Kjetil Ree, 1.12.2008, CC-Liz.).

Effektvolle Stücke wie Coplands Hoe-Down oder Albéniz‘ Asturias kommen neben besinnlicheren wie Tschaikowskys Valse sentimentale oder Griegs Gjendines Wiegenlied zur Aufführung. Die Besucher dürfen sehr gespannt sein, denn die trotz aller Farbenfröhlichkeit anspruchsvolle Zusammenstellung ist noch längst kein Konzept anderer populärer Bläserensembles in und westlich von Europa …

Naturhaft, modern und historisch gleichzeitig wirkt das außergewöhnliche Innere der Temppeliaukio-Kirche Helsinkis, wo am 1. November ein ebenso exzeptionelles Konzert des Kaamos Kammerchors stattfindet (1.6.1983, CC-Liz.).

 

In Finnlands Hauptstadt, genauer: in der Temppeliaukio-Kirche können Besucher im herbstlichen Skandinavien den Kaamos Chamber Choir am Freitag, den 1. November 2019 um 19 Uhr mit einem ungewöhnlichen Programm erleben; hier erklingt nämlich John Taveners 2002 komponiertes Chorwerk Butterfly Dreams – Songs from a Dreamland. Dessen mystischer Untergrund mag einer der Gründe dafür gewesen sein, dass es in Nordeuropa bislang nur zögerlich rezipiert worden ist.

 

Ort zahlreicher Konzerte internationalen Renommés ist die Heimat des Slowenischen Philharmonischen Orchesters in Ljubljana (Petar Milošević, 5.7.2017, CC-Liz.).

„Treppab“ beinahe an die Gestade des mediterranen Südens führt eine weite Reise nun nach Ljubljana, wo am 7. November um 19.30 Uhr das Slowenische Philharmonische Orchester im Kultur- und Kongresszentrum zwei Werke Edward Elgars, nämlich Chanson de Matin und das berühmte Cellokonzert e-Moll zu Gehör bringen wird. Ebenso steht Gustav Mahlers 1. Symphonie „Titan“ auf dem musikalischen Speisezettel. Solistin ist die britische Cello-Professorin Natalie Clein, die „einst“ mit sechzehn Jahren den Eurovision Jugendmusik-Wettbewerb in Warschau gewonnen hatte. Ein ganz im Zeichen von Spaniens Melodien und Rhythmen stehendes Rezital geben am 17. November im Haus der Slowenischen Philharmonie die Mezzosopranistin Barbara Kozelj und der Pianist Julius Drake. Sie führen mit Korngold, Rodrigo, Granados und Guastavino durch die romantischen Szenerien spanischer Städte.

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.