Reminder - Köln 25.11.19

Cult Of Luna im Bürgerhaus Stollwerck

(facebook.com/cultoflunamusic)

Mit der Bekanntgabe, dass die schwedischen Post Metal-Vorreiter Cult Of Luna samt qualitativ hochwertiger Support-Slots (Brutus, A.A. Williams) auf Gastspielreise gehen würden, ward im Handumdrehen euphorisches Potenzial geschürt. Nun ist es also bald soweit. Und da fürs Konzert in Köln (sowie in Pratteln und München) wohl noch Restkarten erhältlich sind, liegt es nahe, nochmals auf ein Event aufmerksam zu machen, dessen Intensität eine außeralltägliche Ereignisdichte in Aussicht stellt.

Als sich Cult Of Luna 2001 aus der Provinz Västerbotten mit ihrem selbst-betitelten Debütalbum an die Öffentlichkeit wagen, wird quasi aus dem Stand heraus klar, dass es sich bei diesem Sextett um überzeugte Querschläger handelt, denen es gelingt, sich anhand von originär ausformulierten Signaturen von ihren – kreativ oftmals verbrauchten – Vorbildern zu emanzipieren. Spätestens jedoch im Nachgang ihres (ersten) Meisterwerks Somewhere Along The Highway (2006) werden auch breitere Hörerschichten auf die eigentümlichen Atmosphären aufmerksam, die Cult Of Luna in nahezu unvergleichlicher Weise erzeugen.

Cult Of Luna: „A Dawn To Fear“ (Metal Blade/Sony Music)

So brilliert auch das aktuelle, in Deutschland prompt auf Platz 11 der Verkaufscharts gelandete Album (A Dawn To Fear) mit einer pulsierenden Dynamik, welche der allgegenwärtigen Schwere immer wieder reizvolle, geradezu luftig anmutende Aromen ins Blei pumpt. Für brachiale Eindimensionalität fühlen sich Cult Of Luna weiterhin nicht zuständig. Sondern erweisen sich erneut als Meister der Schattierungen. Einem Pfund, dem sie live eine Dringlichkeit verpassen, die zwangsläufig immersiv wirksame Rauschzustände hervorruft.

Doch damit nicht genug: Denn da wäre zunächst noch A.A. Williams, die sich nach ihrer Debüt-EP sowie einer Kollaboration mit der japanischen Postrock-Institution Mono (Exit In Darkness, ab 13.12. erhältlich) anschickt, ihren Platz neben Kolleginnen wie Emma Ruth Rundle oder Louise Lemón einzunehmen.

Stefanie Mannaerts, Brutus (Stephan Wolf)

Und dann noch Brutus, dem flämischen Powertrio um Sängerin/Drummerin Stefanie Mannaerts, das mit seinem offensiv preschenden, unwiderstehlich aufpeitschenden Sound dem Hauptact in kongenialer Manier die Bühne bereitet. Mehr geht nicht. Jedenfalls nicht an einem einzigen Abend, dessen Kontingent an den Rand der Überforderung zu drängen vermag. Da ist Standhaftigkeit gefragt. Für optimalen Genuss.

A Dawn To Fear, Cult Of Luna (Short Film):
youtube.com/watch?v=3jD2EvFhxnQ

Sugar Dragon, Brutus (Live in Gent):
youtube.com/watch?v=4frMgTrgd4Y
Cold,

 

Cold, A.A.Williams:
youtube.com/watch?v=d2GV3EyeWUM

24.11. Berlin (Festsaal Kreuzberg) – sold out
01.12. CH-Pratteln (Kontertfabrik Z7)
05.12. München (Technikum)

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