Robin Thicke „Blurred Lines“ – Justin Timberlake für Arme

Spätestens seit seinem Auftritt im Finale von Germany’s Next Topmodel im Juni dudelt Robin Thickes „Blurred Lines” auf sämtlichen Radiostationen rauf und runter. Das supersexy Video tut vermutlich sein Übriges zur Popularität des Songs. Sieht so aus, als hätte der amerikanisch-kanadische Doppelstaatsbürger mit „Blurred Lines“ einen Sommerhit gelandet. Unter gleichem Namen wurde nun auch das dazugehörige Album veröffentlicht. Mittlerweile das sechste in Robin Thickes Karriere, ist es geprägt von R&B-Sounds und klingt irgendwie nach einem alten Bekannten.

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"Blurred Lines": Nomen est omen - irgendwie verschwommen, was Robin Thicke da präsentiert

„Blurred Lines“: Nomen est omen – irgendwie verschwommen, was Robin Thicke da präsentiert

Bevor Robin Thicke, der 1977 in Los Angeles geboren wurde, als Sänger durchstartete, hatte er bereits einige Songs für Musikgrößen wie Christina Aguilera, Usher und Mary J. Blige geschrieben. 2003 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum „A Beautiful World“, das mäßig erfolgreich blieb. Aber bereites sein Zweitlingswerk „The Evolution Of Robin Thicke“ schaffte es in den USA unter die Top 5, in den R&B-Charts sogar auf Platz 1. So ging das die nächsten Jahre dann auch weiter.

Nun ist sein sechstes Album auf dem Markt. Die Single „Blurred Lines“ ist jetzt schon seine erfolgreichste: Die Kollaboration mit Rapper T.I. und dem gleichzeitig mit Daft Punk in den Charts vertretenen Pharrell Williams schaffte es auf die Poleposition in den Hitlisten rund um die Welt. Vor allem das dazugehörige Musikvideo, in dem zahlreiche nackte Models auftreten, dürfte dem Song zu seinem Erfolg verholfen haben. Robin Thicke hatte allerdings erst seine Frau, Schauspielerin Paula Patton, um Erlaubnis gebeten, das Video in dieser Form drehen zu dürfen. Alles also halb so wild.

Das, was die populäre Single so beliebt und tanzbar macht, ist ihr Sound. Nur: Der ist leider abgekupfert von Marvin Gayes „Got To Give It Up“. Eigentlich kein Novum in der Musikbranche, behaupten böse Zungen nun, Robin Thicke sei nur wegen des Klaus so erfolgreich – und natürlich wegen des plumpen Sex-sells-Videos. Auch sein Album, das weitaus poppiger und tanzbarer als seine Vorgänger tönt, erinnert musikalisch und stimmlich an einen alten Bekannten im Musikgeschäft: Ex-Boygroup-Mitglied und mittlerweile Superstar Justin Timberlake.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.