Reminder - Köln 09.12.19

Mono & Jo Quail im Gebäude 9

Mono (facebook.com/monoofjapan)

Auch wenn das neue Album der japanischen Postrock-Gilde Mono – Nowhere Now Here (Pelagic/Cargo) – nun erst für den 25. Januar 2020 angekündigt ist, sollte dies dem Zeitpunkt der laufenden Tour keinerlei Abbruch tun. Gilt es doch auch, das zwanzigjährige Jubiläum gebührend zu begehen. Zumal so dem geneigten Besucher der alsbald anstehenden Konzerte (zu Köln und Hamburg) wahrscheinlich sogar die Gelegenheit geboten wird, sich einmal einem Erlebnis der tiefschürfenden Klangfülle des Quartetts hinzugeben, ohne vorab von der konservierten Version einzelner Tracks vereinnahmt – und entsprechend voreingenommen – beeindruckt zu sein. Womit sich ein ähnlicher Effekt „jungfräulichen“ Erlebens einstellen dürfte, wie es die britische Support-Künstlerin Jo Quail mit ihrem E-Cello schon seit (ebenso) etlichen Jahren on stage immer wieder anbietet.

Denn Jo Quial beliebt es, spontane, sich eventuell noch wenige Stunden vor ihren Auftritten ergebende Eingebungen oder Etüden – ad hoc – ihrem Publikum vorzustellen. Wodurch sich eine Spontaneität einstellt, die an jenem Momentum teilhaben lässt, das die Künstlerin im Angesicht der Tagesform beschäftigt und beseelt. Diese beglückende Ereignishaftigkeit soll indes die Qualität ihrer Studioaufnahmen (so zuletzt auf dem Doppel-Album Exsolve „für die Ewigkeit“ dokumentiert) keineswegs unterminieren. Stellt sie auch dort ihre überbordende Spielfreude, ihre Lust am Experiment sowie ihre gedankliche Integrität – bei weitem – nicht nur dar.

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