The Courteeners - More. Again. Forever.

Auf Ewigkeit letztlich gut gepfiffen

The Courteeners: „More. Again. Forever.“ (Ignition Records)

Die Unterstellung, alles „richtig gemacht“ zu haben, erweist sich erfahrungsgemäß als zweischneidige Dolchstoßlegende. Birgt doch die Vermutung das Verdikt berechenbar erfüllter Langeweile. Das sechste Album der Brit-Pop/Indie-Rock-Überzeugungstäter aus Manchester namens (The) Counteneers – More. Again. Forever. (Ignition Records) entgeht jedoch diesem Verdacht. Auch ohne nennenswerte Fehler zu begehen.

Es ist der schiere – und auch gut tanzbare – Drive, den Conan Moores, Liam Fray und Michael Campbell an den frühen Abend (vor der schwitzig-hitzigen Party) legen, mit dem sie sich der Sackgasse des reinen Selbsterhalts entziehen. Ein Drive, ein Push, eine Energie, – welche dieser Scheibe selbst dezent verzärtelte, allzu gefällige Schmeichler (Better Man) nachsehen lässt.

Der mit dem 16er-Album Mapping The Rendezvous einhergegangene Erfolg ist dem Trio also nicht zu Kopf gestiegen. Vom Fließband einer zu melkenden Masche kommt hier offenbar nichts. Auch textlich wird klug agiert, zum Nachdenken angeregt – ohne das Resultat des Aufwands an Hirnschmalz pro forma in gediegene Binsenweisheiten einzupflegen. Dass More. Again. Forever. eventuell doch nicht ewig währt, bleibt allein dem hier anerkennenswert leidenschaftlich verteidigten Sujet des Pop geschuldet.

Better Man:
youtube.com/watch?v=he2zwSwTrK0

facebook.com/thecourteeners

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