Zum 10. Mal: Festival für (Neue) Musik für Köln

Acht Brücken 2020: Musik und Kosmos

www.achtbrücken.de

Natürlich wird auch anlässlich der 10. Auflage des elftägigen (30. April – 10. Mai) Meta-Festivals in der Domstadt im Januar zur Pressekonferenz geladen, um sowohl das diesjährige Motto sowie die Eckpunkte der Finanzierung sowie des Programms zu erläutern. Ohne den Umstand des Jubiläums überzubetonen. Stattdessen wird jedoch deutlich, dass man in diesem Jahr stärker als zuvor auf bekannte Namen setzt. Wenn auch weniger in Bezug auf die Ausführenden, als vielmehr im Hinblick auf die vertretenen Komponisten.

Neben dem obligatorischen Conferencier Louwrens Langevoort (Gesamtleiter des Festivals, Intendant der Kölner Philharmonie) bekleiden Susanne Laugwitz-Aulbach (Kulturdezernentin der Stadt Köln), Dr. Andrea Firmenich (Generalsekretärin der Kunststiftung NRW) sowie Matthias Kremin (Leiter WDR 3) das Podium. Und offenbar lockt die Pressekonferenz Jahr für Jahr mehr Journalisten ins Foyer der Philharmonie. Wollte man dies als Indikator werten, so gewinnen die 8 Brücken kontinuierlich an Relevanz. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren indes konstant (hoch) geblieben. Es ist vornehmlich an Susanne Laugwitz-Aulbach sowie Dr. Andrea Firmenich zu versichern, dass auch der Budgetrahmen mithält.

Letzte Vorbereitungen zur Pressekonferenz (Stephan Wolf)

Das Motto „Musik und Kosmos“ eröffnet selbstredend ein äußerst weites Feld. Insbesondere Matthias Kremin nutzt die Gelegenheit, um die Dimension des Themas anzudeuten. Etwa indem er darauf hinweist, dass im All nun einmal absolute Stille herrscht. Anders als im vergangenem Jahr, wo die Ansichten zur Deutung des Themas „Großstadtpolyphonie“ unter den Wortführern doch auf erstaunliche Weise voneinander abwichen, herrscht heute eine geschlossene Zuversicht, mit „Musik und Kosmos“ ein Sujet gefunden zu haben, das die Veranstaltung trägt.

Bei näherer Betrachtung des Programms fällt zunächst eine gewisse Straffung auf. Das überbordende Angebot der vergangenen Jahre scheint – auf durchaus nachvollziehbare Weise – eingedampft. Wenngleich immerhin 12 Uraufführungen zu Buche schlagen. Mehr Klasse statt Masse? Immerhin wird 2020 etwa auf das (kostspielige) Engagement von (allzu) renommierten Orchestern aus dem Ausland verzichtet.

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